Nachrichten-Stress: Was hilft, wenn dir die Corona-News zu viel werden

Aktuell können die Nachrichten überwältigend sein und tatsächlichen Stress auslösen. Hier kommen 6 Self-Care-Tipps, die dir helfen können, ruhig und achtsam mit dir selbst umzugehen.

Frau liegt im Dunklen auf einem Bett, das Smartphone in der Hand

Die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus ist herausfordernd: Ausgangsbeschränkungen, ein Herunterfahren sozialer Kontakte, eine Flut an Informationen und Nachrichten, die wir noch dazu in einem Ausnahmezustand verarbeiten müssen. Das kann schnell zu viel und kontraproduktiv werden - wer kann die Ruhe bewahren, wenn ständig jemand irgendetwas von irgendjemandem gehört hat, der irgendjemanden kennt? Wir haben Tipps gesammelt, wie wir uns jetzt alle gut um uns selbst kümmern können.

1. Achte auf deinen Medienkonsum

Gleich zu Beginn: Du bist kein schlechter Mensch, wenn du die Nachrichten gelegentlich ausblenden möchtest. Bleib informiert, aber beobachte dich selbst: Wenn du merkst, dass dich ein Zuviel an Nachrichten oder die eingangs erwähnten apokalyptischen Hören-Sachen-Nachrichten aus dem Bekanntenkreis stresst, setz aktiv Grenzen. Sei es, dass du die News nur mehr von einem (seriösen) Portal beziehst, das nur morgens und abends tust oder ob du dir selbst für die kommenden Tage ein Social Media-Verbot auferlegst.

2. Kümmere dich um ganz normale Bedürfnisse

Wenn dich die aktuelle Lage zu überwältigen droht, kann sich das negativ auf deine Ernährung und deinen Schlaf auswirken - und das hilft beim Bewältigen leider gar nicht. Stress strapaziert den Körper ohnehin, also ist es notwendig, dass du deine körperlichen Bedürfnisse befriedigst und gut auf dich schaust. Frag dich: Esse ich einigermaßen gesund? Bewege ich mich? Schlafe und trinke ich genug?
Eine Routine - vor allem, wenn du aktuell zu Hause bleiben musst - kann helfen: Teile deinen Tag ein, installiere regelmäßige Mahlzeiten und eine fixe Schlafenszeit. Das tut deinem Körper gut und gibt dir Kontrolle über deinen Tag.

3. Unterscheide zwischen Mitgefühl/Mitleid und Empathie

Empathie (das Verstehen und Teilen der Gefühle anderer) kann zehrend sein, Mitgefühl ist das kaum: Letzteres bedeutet, jemandem zu wünschen, dass dessen Leid aufhört - ein Gefühl also, dass dich selbst nicht belastet, weil es von deinen eigenen Gefühlen abgegrenzt ist. Du kannst mit jemandem mitfühlen, ohne dass dein emotionaler Zustand beeinflusst wird. Und es ist wichtig, dass du selbst den Kopf über Wasser behältst.

4. Behalte das große Ganze im Auge

Und dazu gehören auch immer positive Dinge: Menschen, die helfen, Aktionen und Initiativen, die sich aktuell zum Beispiel auf Social Media bilden, ein verstärkter Zusammenhalt.
Mach dir Tag für Tag die good news bewusst.

5. Konzentrier dich auf positiven Umgang mit der Welt um dich herum

Während du die Augen nach jenen offen hältst, die helfen, werde selbst zu einem Menschen, der hilft (sofern dir das psychisch und physisch möglich ist): Die Nachrichten können das Gefühl von Ausgeliefertheit und Hilflosigkeit vermitteln, also werde aktiv und überlege dir, was die Situation im Moment besser machen könnte. Biete jemandem in deinem Umfeld Hilfe an oder bedank dich beim Supermarktpersonal für ihren Einsatz. Schon Kleinigkeiten können einen Unterschied machen.

6. Atme!

Atmen ist der Schlüssel dazu, deinen Körper aus einem Angstzustand zu holen. Wenn du dich in der Sekunde besser fühlen möchtest, achte auf deine Atmung.
Dein Atmen hat eine direkte, quasi VIP-Verbindung zu deinem Nervensystem - deshalb ist etwa die Atmung auch ein großer Teil von Meditationen oder Yoga. Eine schnelle Beruhigungsübung, wenn dich eine Situation überwältigt: Atme tief in den Bauch, die Ausatmung ist dabei länger als die Einatmung (zähle beim Einatmen bis vier, halte bis vier, atme aus bis acht).

Kümmere dich um dich selbst, kümmere dich um andere und versuch, die Nachrichten nicht vor dem Schlafengehen zu lesen.

 

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