Nachhaltiges Wohnen

Das wachsende Umweltbewusstsein der Konsumenten endet längst nicht mehr im Supermarkt bei der Wahl von Bio-Lebensmitteln. Auch im Wohnbereich legen Konsumenten immer mehr Wert auf Möbel aus nachwachsenden Rohstoffen sowie recyclebare und Naturmaterialien.

Das Wissen, dass natürliche Produkte nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen und Abfallberge sowie Emissionen zu irreversiblen Schäden am Ökosystem führen, veranlasste die Vereinten Nationen bereits Anfang der 1990er Jahre dazu, nachhaltige Entwicklung zum politischen Paradigma zu erheben. Das daraus resultierende Aktionsprogramm, die so genannte Agenda 21, wurde bislang von 172 Staaten unterzeichnet. So verwundert es nicht, dass sich auch zahlreiche Firmen mittlerweile dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet haben.

Gütesiegel findet man daher nicht mehr nur auf Lebensmitteln, sondern auch auf Möbeln. Immer mehr Firmen lassen daher ihre Produktion zertifizieren, so etwa der Möbelhersteller Brühl, der das geschützte Label "Blauer Engel" als Ausweis für besondere Umweltfreundlichkeit tragen darf. Möglich ist das nur, da das Unternehmen, wie auch viele andere, darauf Wert legt, dass bei der Möbelproduktion Werkstoffe und Zulieferteile verwendet werden, die im Einklang mit der Natur hergestellt wurden.

Holz, Kokosfasern, Stein, Bambus, Stoffe aus nachwachsenden Materialien - wer darauf setzt und dabei auch noch auf deren Herkunft achtet, liegt heuer voll im Trend. Gerade bei Holz sollte man sich jedoch nicht von Billigangeboten blenden lassen. Wer sich etwa mit Tropenhölzern Natur in die eigenen vier Wände holen möchte, sollte darauf achten, dass diese die FSC-Zertifizierung tragen.


Zukunftsorientiert

Langlebigkeit spielt beim Thema Nachhaltigkeit ebenfalls eine wichtige Rolle, weshalb bei den Naturmaterialien auch Bambus wieder auf dem Vormarsch ist. Diese zeichnet sich nicht nur durch ihre lange Lebensdauer, sondern wächst auch schnell und muss nicht mit Pestiziden behandelt werden.

Dem Wohntrend Nachhaltigkeit werden auch Recycling-Möbel gerecht, denn wer alten Einrichtungsgegenständen neues Leben einhaucht, der reduziert die Abfallproduktion. Diese fallen in den Bereich sustainable design, das bereits einen Fixpunkt in der Möbelindustrie hat.

FSC-Forest Stewardship Council ist eine nicht-staatliche, gemeinnützige Organisation zur Förderung einer verantwortungsvollen Bewirtschaftung der Wälder dieser Welt. Sie belegt, dass die Wälder nach strengen sozialen, ökologischen und ökonomischen Standards bewirtschaftet werden. Auch sichere Arbeitsbedingungen sind Voraussetzung für den Erhalt der Zertifizierung.

Mit dem Umweltzeichen Blauer Engel werden Unternehmen seit 1978 Unternehmen für ihr Engagement im Umweltschutz ausgezeichnet.
 

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