Nachhaltige Start-ups gründen – darauf kommt es an

Du hast schon immer von deinem eigenen Unternehmen geträumt? Gleichzeitig brennt dein Herz für Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit? Dann verbinde doch einfach beides miteinander und entschiede dich dafür, ein nachhaltiges Start-up zu gründen.

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Warum sich ein grünes Start-up lohnt

Wer ein nachhaltiges Start-up ins Leben ruft, kann sich nicht nur einen persönlichen Lebenstraum erfüllen, sondern im besten Fall auch sichere Arbeitsplätze schaffen und sich aktiv am Klimaschutz beteiligen. Denn wenn Unternehmer*innen Rücksicht auf ökologische und soziale Themen nehmen und gleichzeitig Wert auf ressourcenschonendes Agieren legen, ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass sie Firmen ins Leben rufen, die mitunter sehr langlebig sind. Rohstoffknappheit und viel zu hohe CO²-Emissionen sind bereits heute vorherrschende Themen, die in Zukunft wahrscheinlich immer weiter in den Fokus rücken werden. Verbraucher*innen achten immer mehr darauf, welche Produkte und Dienstleistungen sie konsumieren. Gleichzeitig ist damit zu rechnen, dass sich die Auflagen für Firmen immer weiter verschärfen werden. Wenn du also heute ein nachhaltiges Unternehmen gründest, bereitest du dich schon jetzt auf die kommenden Jahre vor und sorgst dafür, dass deine Firma bessere Erfolgsaussichten hat.

Was macht ein nachhaltiges Start-up aus?

Für Unternehmer*innen, die auch in ihrem Start-up ökologisch und sozial engagiert sind, gibt es bereits einen eigenen Begriff. Man nennt sie Ecopreneur. Dabei handelt sich um eine Kombination aus den Wörtern „Eco“ für ökologisch und „Entrepreneur“ für Unternehmer*innen. Ihre Zielsetzung ist es, ökologisch vertretbare und nachhaltige Dienstleistungen und Produkte durch Innovation voranzutreiben und marktfähig zu machen. Sie möchten ihr Unternehmen also nicht allein durch einen geringeren Ressourcenverbrauch oder einzelne Umweltmaßnahmen nachhaltiger machen, sondern auch und vor allem ihr Kerngeschäft ökologisch ausrichten.

Für die Nachhaltigkeit eines Start-ups spielen aber natürlich auch die vielen kleinen Dinge eine wichtige Rolle. Durch einen bedachten Umgang mit Ressourcen, indem beispielsweise das Büromaterial nach ökologischen Aspekten ausgesucht wird oder bei der Printwerbung auf umweltfreundliche Fertigungsprozesse geachtet wird, lässt sich der ökologische Wirkungsgrad des Unternehmens verstärken. Wiederverwendbare Sticker für die Beschriftung von Ordern oder Boxen im Büro, nachhaltige Verpackungen für die eigenen Produkte oder der Bezug von Ökostrom sind nur einige wenige Beispiele für die zahlreichen Möglichkeiten.

Eine grüne Geschäftsidee finden

Nachhaltigkeit fängt schon mit dem Produkt oder der Dienstleistung an, die du anbieten möchtest. Deswegen ist es für ein nachhaltiges Start-up besonders wichtig, eine Geschäftsidee auszusuchen, die ökologisch vertretbar ist. Dafür gilt es ein Problem zu finden und für dieses die Lösung anzubieten. Ansätze gibt es viele. Du kannst dich beispielsweise auf ein Produkt konzentrieren, das ein konventionelles, nicht nachhaltiges Produkt ersetzen soll.

Gleichzeitig solltest du genau analysieren, wie hoch der Bedarf dafür auf dem Markt ist und ob es bereits Konkurrenz gibt. Alternativen für Plastiktüten, Plastikstrohhalme und Ähnliches sind beispielsweise schon bei vielen großen und kleinen Unternehmen erhältlich. Lukrativer wäre es, eine Nische zu finden, die erst von wenigen oder vielleicht noch von gar keinem anderen Unternehmen besetzt wird.

Auch Dienstleistungen können als Geschäftsidee dienen. Such dir beliebte Dienstleistungen wie zum Beispiel das Scheiden von Haaren, Stadtführungen oder Taxifahren heraus und überlege, wie du diese nachhaltiger gestalten kannst. Meist gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Ressourcen einzusparen und zu umweltfreundlicheren Alternativen zu greifen.

Wie es weitergeht – von der Finanzierung bis zum Businessplan

Nachdem du dich für eine Businessidee entschieden hast, geht es ans Eingemachte. Um dein Start-up gründen zu können, benötigst du natürlich eine Form der Finanzierung. Auf der Webseite der Wirtschaftsagentur Wien findest du ganz leicht die aktuellen Förderprogramme für Gründer im Bereich Nachhaltigkeit. Alternativ besteht die Möglichkeit, das Start-up über Crowdfunding mitfinanzieren zu lassen. Vor allem wenn es um ein nachhaltiges Thema geht, stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Kampagne nicht total schlecht. Durch entsprechendes Marketing lassen sie sich deutlich erhöhen. Dafür müsstest du als Gründer*in aber auch wieder finanziell in Vorleistung gehen.

Banken möchten für eine Finanzierung meist einen Businessplan sehen. Diesen solltest du aber sowieso erstellen, um sicherzugehen, dass dein Unternehmen auch langfristig erfolgreich sein kann und dass für deine Idee auch wirklich eine Nachfrage besteht. In einen guten Businessplan gehören unbedingt folgende Punkte, die schriftlich ausformuliert werden sollten:

  • Die unternehmerische Idee
  • Das Produkt oder die Dienstleistung
  • Die Chancen auf dem Markt
  • Das Marketingkonzept
  • Vertriebswege
  • Beschreibung des Managements

Durch die Verschriftlichung deiner Idee und deines Konzepts überdenkst du jede Entscheidung noch einmal, sodass du keine überstürzten Entscheidungen triffst und deine Ideen besser reifen können.

 

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