Nach Anschlag in Wien: Über 60 Meldungen von antimuslimischem Rassismus

Nur eine Woche nach dem Anschlag in der Wiener Innenstadt passiert das, was man vermutet hatte: Rassismus gegenüber muslimischen oder muslimisch gelesenen Personen steigt.

Antimuslimischer Rassismus

In diesen Tagen berichten besonders viele Muslim*innen – gerade Frauen, die Kopftuch tragen – davon, dass sie beschimpft, bedroht und angefeindet werden. Bei ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) sind allein in der letzten Woche über 60 Meldungen von antimuslimischem Rassismus eingelangt: von hetzerischen Facebook-Kommentaren über bedrohliche Erlebnisse auf der Straße bis hin zu Einschüchterungsversuchen im engsten Wohnumfeld. Die Beratungsstelle ist aktuell in vielen Fällen noch am Dokumentieren und ersucht um Verständnis, dass Meldungen von direkt Betroffenen vorgereiht werden.

Antimuslimischer Rassismus bedeute Ausgrenzung und Diskriminierung und führe zu einer Spaltung unserer Gesellschaft. Diese verhindert laut ZARA ein respektvolles Miteinander und geht uns daher alle etwas an.

Wir seien jetzt ganz besonders gefordert, gemeinsam und stark für Zusammenhalt aufzutreten. Es wird dazu aufgerufen, die Plattformen und Anlaufstellen für Betroffene von antimuslimischem Rassismus sichtbar zu machen und zu teilen: ZARA und die Dokustelle bieten kostenlos Unterstützung und rechtliche Beratung an – niemand muss alleine damit fertig werden.

Gleichzeitig sei dies auch ein Appell an Zeug*innen von antimuslimischem Rassismus, hinzuschauen und aktiv zu werden. Zivilcourage – auch im Internet – macht für Betroffene einen großen Unterschied.

Wer die ZARA-Beratungsstellen unterstützen möchte, kann das HIER tun!

 

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