Na endlich! ÖFB bekommt erste Teamchefin

Die 39-jährige Irene Fuhrmann tritt die Nachfolge von Langzeit-Chef Dominik Thalhammer an und ist somit die erste Frau im ÖFB-Chefsessel.

Frau spielt Fußball

Irene Fuhrmann ist die neue Teamchefin des österreichischen Frauen-Nationalteams und damit die erste Frau in dieser Position. Laut ÖFB-Präsident Leo Windtner "ein historischer Tag für den österreichischen Fußball". Fuhrmann sei "eine absolute Fachfrau und akribische Arbeiterin, die den österreichischen Frauenfußball wie kaum eine andere kennt und lebt".

Weibliche Nachfolge "wäre wünschenswert"

Seit 2011 hatte Thalhammer die Rolle des ÖFB-Teamchefs inne. Vor rund zwei Wochen wurde bekannt, dass er das ÖFB-Frauenteam verlassen werde, um als Klub-Trainer beim LASK anzufangen. In einem Gespräch mit den Salzburger Nachrichten ließ Thalhammer bereits vorab anklingen, dass er gerne eine weibliche Nachfolge hätte: "Das wäre durchaus wünschenswert", hieß es im damaligen Interview. Mit Fuhrmann ist dieser Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen.

Fuhrmann: "Für mich ist es ein sehr emotionaler Tag"

Für die Wienerin, die als einzige Frau in Österreich die UEFA-Pro-Lizenz (die höchste Trainerausbildung im Fußball) besitzt und seit 2017 als Assistenz-Trainerin des Frauen-Nationalteams tätig war, ist es der nächste logische Schritt in ihrer Karriere: "Für mich ist es ein sehr emotionaler Tag, weil ich die Entwicklung des Frauenfußballs seit 20 Jahren miterlebe. Mit dieser Verantwortung werde ich sehr sorgsam und gewissenhaft umgehen", so Fuhrmann bei ihrer Vorstellung. Von Seiten des Teams habe sie bereits viele positive Rückmeldungen bekommen und fühle sich bereit für die neue Herausforderung: "Es war kein Schnellschuss, war wohl überlegt".

Erstes großes Ziel: Europameisterschaft 2022

Das erste große Ziel der Neo-Teamchefin: Die Qualifikation für die UEFA Women’s EURO 2022 in England. Die Chancen stehen gut – mit vier Siegen aus vier Spielen und 16:0 Toren haben sich die Spielerinnen im Herbst bereits eine ideale Ausgangsposition geschaffen. Gruppenfavorit Frankreich gilt es allerdings noch zu bezwingen.

 

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