Muttermalkontrolle

Im Bereich der Vorsorgeuntersuchungen sind die Österreicher schon ganz brav. Allerdings gibt es noch einen großen Prozentsatz, der nur selten, oder sogar noch nie einen Muttermal-Kontroll-Vorsorgetermin wahrgenommen hat. Warum ist dies notwendig und wie kann man Muttermale selbst kontrollieren? Wir verraten es Ihnen!

Ein Muttermal wird im alltäglichen Gebrauch für viele unterschiedliche Flecken, meist mit brauner oder rötlicher Färbung, verwendet. Es handelt sich um einen Pigmentfleck, also eine Hautverfärbung durch Einlagerungen von Melanin.

Warum sollte man Muttermale kontrollieren?

Muttermale können, müssen aber nicht immer zwangsläufig, Ausgangspunkt für bösartige Hautveränderungen sein.

Um diese Hautveränderungen, einschließlich Hautkrebs und seine Vorstufen rechtzeitig zu entdecken ist eine regelmäßige Kontrolle sehr wichtig.

Das Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist einer der bösartigsten Hautkrebse und zählt auch generell zu den bösartigsten Krebsarten, da er besonders rasch auftritt und schnell Metastasen im gesamten Körper verteilt. Nur wenn ein Melanom äußerst früh erkannt und ausreichend entfernt wird, kann eine Heilung garantiert werden.

Der Grund, weshalb die Zahl der Hautkrebsfälle in den letzten Jahren immer drastischer ansteigt, liegt im veränderten Freizeitverhalten und falschem Schönheitsideal der Menschen:Möglichst braun zu sein und viel in der Sonne zu liegen sind besonders hoch im Kurs! Eine gebräunte Haut wird mit Vitalität, Gesundheit, Attraktivität und Entspannung verbunden.

Allerdings ist die Verfärbung der Haut nur eine natürliche Schutzmaßnahme, um das empfindliche Organ vor der gefährlichen UV-Strahlung zu schützen.

Faktoren die das Hautkrebsrisiko erhöhen sind:

  • häufige Sonnenbrände (speziell im Kindesalter)
  • gehäuftes Auftreten von Hautkrebsfällen innerhalb der Familie
  • Neigung zu dunklen Muttermalen
  • große Anzahl von Muttermalen
  • heller, empfindlicher Hauttyp

Alles über die Selbstkontrolle und die ABCD-Regel finden Sie auf Seite 2!

Angeborene Muttermale:
Diese sind entweder bereits bei der Geburt vorhanden oder treten in den ersten Lebensmonat. Sie sind seltener als erworbene Muttermale und entwickeln sich äußerst häufig zu Melanomen.

Erworbene Muttermale:
Die Zahl der erworbenen Muttermale hängt von genetischen Faktoren, vom Hauttyp und der Anzahl der durchgemachten Sonnenbrände ab. Das Melanomrisiko steigt mit der Zahl der erworbenen Muttermale.

Atypische Muttermale:
Atypische Muttermale sind meist über 5 mm groß, unregelmäßig geformt und zwei- oder mehrfärbig.
Sie sind in den meisten Fällen die Vorstufe zu Melanomen.

Selbstkontrolle mit der ABCD - Regel:

Damit Sie nicht jedesmal zum Dermatologen rennen müssen, können Sie gewisse Muttermale auch selbst kontrollieren bzw. im Auge behalten. Sollten Sie sich nicht mehr sicher sein, oder eine starke Veränderungen bzw. Schmerzen entstehen, ist umgehend ein Hautarzt aufzusuchen.

A wie Asymmetrie

  • symmetrisch = gutartig
  • asymmetrisch = bösartig

B wie Begrenzung

  • gutartig: das Muttermal ist scharf gegenüber der Haut abgegrenzt
  • bösartig: unregelmäßige, zackige Abgrenzung gegenüber der normalen Haut

C wie Colour

  • gutartig: braun, rötlich und in jedem Fall einfärbig
  • bösartig: schwarz bzw. mehrfärbig (braun mit schwarzem, grauem, blauem Fleck innerhalb des Muttermals)

D wie Durchmesser

  • gutartig: konstante Größe, maximale Veränderung innerhalb unter 5mm
  • bösartig: starke Größenzunahme; über 5mm
 

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