Mutter macht mit Instagram-Account anderen Frauen Mut

Auch wenn eine von vier Schwangerschaften in einer Fehlgeburt endet, wird viel zu selten offen darüber geredet.

Fehlgeburten sind ein Thema, dem noch immer zu wenig Beachtung geschenkt wird. Auch wenn viele Frauen davon betroffen sind.

Eine Mutter hat einen Instagram-Account erstellt, um die Stille rund um Fehlgeburten endlich zu brechen, und anderen Betroffenen eine Plattform anzubieten, um sich auszutauschen.

"Ich hatte eine Fehlgeburt"

Jessica Zucker aus Los Angeles hat lange Zeit als Psychologin gearbeitet, und oft mit Frauen zu tun gehabt, die eine Fehlgeburt erlitten hatten. Doch erst als sie selbst eine traumatische Fehlgeburt erlebte, verstand sie wirklich, welches Stigma und welches Schweigen rund um dieses Thema vorherrscht.

Nachdem sie in der 16. Schwangerschaftswoche ihr zweites Kind verlor, kreierte Zucker den Instagram-Account "Ich hatte eine Fehlgeburt", um ihre Gefühle unter dem Hashtag #Ihadamiscarriage zu dokumentieren.

Schnell ist die Seite gewachsen, und andere Frauen haben sich gemeldet, um ihre eigenen Geschichten zu erzählen. "Meine persönliche Erfahrung war ein Weg, um anderen Frauen zu zeigen, dass es absolut keine Scham im Verlust gibt", sagte sie dem Magazin Self.

"Die Forschung zeigt eindeutig, dass sich Frauen schämen und sich selbst die Schuld geben, wenn sie eine Fehlgeburt erleiden. Ich musste wirklich darüber nachdenken. Als Psychologin teilst du normalerweise nicht deine privaten Details im Internet, aber eine Fehlgeburt definiert dich nicht als Menschen, und es heißt auch nicht, dass dein Körper ein Versager ist."

Indem sie ihre Geschichte mit der Öffentlichkeit teilte, konnte eine Gemeinschaft entstehen, sagt sie. Anderen Frauen will sie mitgeben: "Ich muss dich nicht kennen, weil es ist Social Media. Aber ich kenne deine Gefühle. Wir sind uns nämlich ähnlicher als wir denken."

 

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