Mütter, die zuhause bleiben, sind depressiv und wütend

Warum Mütter, die sehr oft alleine zuhause sind, einem höheren Risiko ausgesetzt sind, depressiv zu werden.

Eine Gallup-Umfrage unter Hausfrauen zeigt, dass Mütter, die sich zu Hause um den Haushalt und die Kinder kümmern, eine 64 Prozent höhere Depressionsrate aufweisen als arbeitende Mütter. Mehr als 60.000 Frauen zwischen 18 und 64 wurden dafür im Jahr 2012 befragt. 28 Prozent der zuhausebleibenden Mütter haben von depressiven Stimmungen berichtet - und nur 17 Prozent der arbeitenden Mütter.

Mütter, die zuhause bleiben, werden in der Umfrage definiert als Frauen, die nicht arbeiten und mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt haben. Arbeitende Mütter haben hingegen einen Teilzeit- oder Vollzeit-Job.

Isolation und fehlende Anerkennung sind der Grund


Aber warum erleben Mütter, die zuhause bleiben, so negative Gefühle? Die ExpertInnen sagen, dass viele nicht auf die Veränderung, die ein Kind mit sich bringt, vorbereitet sind. Das Leben, das sie vorher hatten, wird zu einem großen Teil zerstört. FreundInnen, Einkommen, Status - all das verändert sich. Neben dem Gewinn, den ein Kind mit sich bringt, empfinden viele Mütter eben auch diese Verluste sehr stark.

Zusätzlich fehlt es Müttern, die zuhause bleiben, an Anerkennung für ihre Arbeit. Sie schaffen zwar jeden Tag sehr viel, doch niemand lobt sie dafür. Unser Glücksempfinden hängt aber zu einem großen Teil davon ab, ob wir uns wertgeschätzt fühlen. Mutter zu sein, ist harte und oft auch eine isolierende Arbeit. Den ganzen Tag alleine mit den Kindern zuhause sein, kann depressiv machen, weil man keine AnsprechpartnerInnen hat - wie etwa in einem Arbeitsumfeld.

 

Aktuell