Mut zur Veränderung

Veränderung ist notwendig und wichtig. Doch nicht immer fällt es leicht, alte Gewohnheiten hinter sich zu lassen und Neues zu wagen. Wann der Zeitpunkt für Veränderungen gekommen ist und wie man diese richtig angeht, verrät René Otto Knor, Gründer und Haupttrainer der NLP Akademie, im Gespräch mit typischich.at.

„Im Regelfall tragen wir über einen längeren Zeitraum das Gefühl in uns, etwas ändern zu wollen. Sobald wir dieses Gefühl wahrnehmen, könnten wir bereits eine Veränderung setzen - genau das machen jedoch viele nicht", so René Otto Knor über den richtigen Zeitpunkt für Veränderungen.
Grundsätzlich kann Veränderung in zwei Klassen eingeteilt werden: Permanente Veränderung, der wir allein durch das Älterwerden ständig unterliegen und Veränderung, die aus der Psyche heraus entsteht. Letztere nimmt man nach und nach wahr und sie sagt uns, dass nun der Zeitpunkt für Veränderung gekommen ist. Auf diese leise Stimme sollte man besser früher als später hören, rät Knor.

Doch auch allzu überstürztes Handel ist nicht immer angebracht, vor allem wenn es um den Job geht. „Manche Menschen neigen dazu, sehr emotionale Entscheidungen zu treffen, doch man sollte nicht immer dem ersten Impuls nachgeben, gerade wenn man eine Familie hat", so Knor. Auch Veränderungen ohne Anlass herbeizuführen, nur damit sich irgendetwas ändert, wäre kontraproduktiv.

Angst vor Veränderung
Der Grund dafür, dass viele Menschen Angst vor Veränderungen haben liegt daran, dass Gewohntes als sicher wahrgenommen wird. „Starke Rituale geben uns das Gefühl von Sicherheit - lassen wir diese hinter uns, machen wir einen Schritt aus der Schutzzone." Das gilt auch für berufliche Veränderungen. Der gewohnte Job mit bekannten Arbeitsaufgaben und -umfeld gibt Sicherheit, man weiß, was man zu tun hat und kennt seine Kollegen. Verlässt man diese gesicherte Zone, muss man sich auf ein unbekanntes Tätigkeitsfeld einlassen, von dem man vorab nicht weiß, ob es einem zusagt.

Welche Schritte es für grundlegende Veränderungen braucht, erfahren Sie auf Seite 2.

René Otto Knor
Gründer und Haupttrainer der NLP Akademie hat langjährige Erfahrung als Unternehmer, Coach und Berater in den Bereichen Wertemanagement, Persönlich-
keitsentwicklung, Verkauf, Kommunikation, Konflikt-
management, Teamentwicklung, Rhetorik, Präsentation und Führungskompetenz. Er ist unter anderem Mitglied der International NLP Trainer Association (INLPTA), Mentaltrainer, diplomierter. Lebens- und Sozialberater, diplomierter Supervisor, Beirat im Wirtschaftsforum der Führungskräfte und Vortragender an Universitäten und Fachhochschulen.

„Das Handeln der Menschen wird durch zwei Grundmotive bestimmt: Angst und Liebe", ergänzt Knor. Ängste entstehen oft durch Prägungen in der Vergangenheit und lassen uns Grenzen erkennen. Erst wenn wir in der Lage sind, uns unserer Ängste bewusst zu werden, können wir diese auflösen.

Der Weg zur Veränderung
Grundlegende Veränderungen kann man erreichen, indem man sich erst ein Bewusstsein über sein eigenes Weltbild schafft, erklärt der NLP-Trainer. Dazu ist ein Prozess der Selbstreflexion notwendig, in dessen Rahmen man erkennt, wer man ist und wohin man will.
Im Anschluss folgt eine Ist-Analyse und das Erkennen seines Ziels bzw. seiner Vision. Die Ist-Analyse zeigt unter anderem die eigene Wertehierarchie auf: Ist man etwa sehr familien- oder berufsorientiert? Entspricht diese Orientierung des aktuellen Wünschen oder möchte man beispielsweise mehr Zeit für die Familie haben und stattdessen weniger Überstunden machen? Ist kein Ziel vorhanden, braucht es Selbstreflexion.


Der Reflexionsprozess kann unterschiedlich lange dauern, je nachdem wie groß das Bewusstsein über die eigenen Bedürfnisse bereits ist. Holt man sich dazu externe Hilfe etwa in Form eines professionellen Coaches, kann der Prozess beschleunigt werden.

 

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