Müssen Paare Sex haben, um glücklich zu sein?

Eine neue Studie geht dieser Frage auf den Grund.

Das stürmische Sexleben des Anfangs zu erhalten, wird nach einigen Jahre Beziehung zusehends schwieriger. Nach spätestens vier Jahren sinkt die Lust auf Sex und Glückshormone wie Dopamin und Oxytozin steuern ihrem Tiefpunkt entgegen.

Doch ist das schlecht für die Beziehung? Diese Frage stellten sich PsychologInnen im Fachmagazin Psychological Science - und kamen zu keinem eindeutigen Ergebnis. "Ob sie in ihrer Beziehung glücklich sind oder nicht, darauf hat die Häufigkeit, mit der Paare Sex haben, in direkten Erhebungen keinen Einfluss", sagt Studienleiterin Lindsey Hicks von der Florida State University. "Die Frequenz wirkt sich allerdings schon auf die intuitive Wahrnehmung des Partners aus."

Der Partner wird anders eingeschätzt, wenn man weniger Sex hat


Das heißt im Klartext: die Wahrnehmung über den Partner ändert sich, wenn wir weniger Sex haben. Dabei unterschieden die ForscherInnen in der Studie zwischen zwischen expliziter und intuitiver Einschätzung. Erstere wurde mittels Befragungen von mehr als 200 frisch verheirateten Paaren gemessen. Sie wurden gefragt, wie sie ihre Beziehung einschätzten und ob die Sex-Frequenz etwas mit der Qualität ihrer Partnerschaft zu tun habe. Sie gaben an, dass mehr Sex sie nicht glücklicher mache.

Anders sieht das jedoch bei der intuitiven Einschätzung - also dem "Bauchgefühl" - aus: die Befragten mussten für 300 Millisekunden ein Bild des Partners ansehen und daraufhin ein Wort als positiv oder negativ klassifizieren. Je schneller die Reaktion, desto enger die Assoziation mit dem Partner. Das Ergebnis: die Paare brachten einander häufiger mit positiven Attributen in Verbindung, wenn sie öfter Sex hatten.

Doch zu viel des Guten ist auch nicht unbedingt gut, wie eine andere Studie zeigte, die besagt: einmal die Woche reicht vollkommen.

 

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