Musik-Tipp: Franui

Aufsteigen und aufspielen! Die zehnköpfige Musicband Franui aus Osttirol spielt im August auf „ihrer“ Almwiese – und seit 20 Jahren ihren Stil. Erst hatte sie Gegner, dann großen Erfolg, wie etwa bei den Salzburger Festspielen 2012. Andreas Schett, Leiter des Ensembles, über (Alm-)Aufstiege ...

Was bedeutet Franui?

So heißt eine ganz bestimmte Almwiese im kleinen Osttiroler Ort Innervillgraten, in dem die meisten Bandmitglieder aufgewachsen sind. Auf dieser Almwiese, die auf 2.300 m Seehöhe liegt, geben wir nun ein Konzert.

Heißt also: zuerst Aufstieg, dann aufspielen?

Ja, wir und die Zuhörer gehen zu Fuß. Unsere Instrumente haben’s bequemer und fliegen, wie die Bühne, per Hubschrauber ein.

Eine ganze Instrumenten- Herde reist da an ...

Ja, Holz- und Blechblasinstrumente, Hackbrett, Harfe, Zither ... Wir spielen Trauermärsche, denen wir Neues hinzufügen, bewegen uns zwischen Klassik, Kammermusik, Volksmusik und Jazz. Als wir das Ensemble gründeten, wollten wir zeigen: Man kann Regionales mit Internationalem verbinden.

Anfangs hatten Sie Gegner ...

Das passiert wohl oft, wenn man etwas Neues macht. 1991 gründeten wir in unserer Heimat das Festival Villgrater Kulturwiese – mit Erfolg. Dann kauften wir ein Holzhaus, das wir zur Festivalzentrale ausbauen wollten. Aber es wurde von Festival-Gegnern abgefackelt. So wurden wir zu (weg-)fahrenden Sängern. Wir kehren aber immer wieder heim, wie jetzt im August. Unser Dorf hat uns eingeladen.

Von 23. bis 25. 8. spielt Franui drei Jubiläumskonzerte in Innervillgraten, (eines davon auf der Alm), und am 24. und 27. 9. im Wiener Burgtheater.
 

Aktuell