Mündliche Prüfung

EIN Zahnproblem, (zu) viele Lösungen? Wir haben recherchiert, welche neuen Methoden beim Zahnarzt und bei der Heimpflege wirklich empfehlenswert sind.

Hell, gut und günstig

Gute Nachricht für alle mit Zahnverfärbungen oder -lücken: Veneers und Bleachings werden immer leistbarer und schonender! Musste man früher mehrere Sitzungen und Nebenwirkungen in Kauf nehmen, schaffen In-Office-Bleachings (z. B. bei Dr. Christian Müller in Salzburg) heute bis zu acht Nuancen hellere Zähne in 60 Minuten. Irritationen und Überempfindlichkeiten sind dabei fast ausgeschlossen, wie eine neue Studie des Zahngesundheitsinstitutes Discus Dental bestätigt. Auch Veneers, also Keramikschalen, die zum Abdecken von Unregelmäßigkeiten auf die Zähne geklebt werden, haben sich weiterentwickelt. Ganz neu: Brite Veneers to go. Die sind hauchdünn, kommen vorgefertigt und müssen vom Zahnarzt nur noch angepasst werden. Ein Abschleifen der Zähne ist nicht nötig. Ab € 300,–. Info: white-spa.at.

Korrektur-News

Als mit Invisalign vor zwölf Jahren die erste unsichtbare Zahnspange auf den Markt kam, war die Freude noch begrenzt. Denn korrigiert werden konnten mit den herausnehmbaren Schienen nur leichtere Fehlstellungen. Das hat sich geändert! „Die neue Invisalign-Generation arbeitet mit Attachments (kleine Kunststoffhalter auf den Zähnen, Anm. d. Red.), die eine effizientere Kraftübertragung und damit vielseitigere Anwendungen ermöglichen“, erklärt Dr. Maija Eltz aus Wien. Etwa 60 bis 70 Prozent aller Zahnfehlstellungen können so fast unsichtbar korrigiert werden. Schneller, günstiger und unabhängiger von der Disziplin des Patienten sind laut Expertin aber nach wie vor Metallbrackets.

Hilfe, Zahnfleisch weg!

Zunehmendes Alter, mangelnde Mundhygiene und Erkrankungen können dazu führen, dass das Zahnfleisch schwindet. Was tun? „Wenn eine Entzündung des Zahnfleisches vorliegt, muss man zunächst einmal die Infektion in den Griff bekommen“, erklärt Prof. Khoury von der Esthetica Clinic in Hamburg. Erst dann kann über Rekonstruktion nachgedacht werden. Ist der Zahnfleischverlust noch nicht allzu weit fortgeschritten, ist eine Behandlung mit Hyaluronsäure vielversprechend. Die Injektion mit dem körpereigenen Material lässt freiliegende Zahnhälse und Dellen verschwinden. Mit € 80,– bis € 90,– für einen partiellen Aufbau ist die Methode günstiger als eine Zahnfleischtransplantation und verspricht bessere Erfolgsaussichten. Da Hyaluronsäure abgebaut wird, muss allerdings nach einigen Monaten nachgespritzt werden.

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Mundspülung
Zahnpasta
Zungenschaber
Ein Biss in den Apfel reinigt die Zähne? Falsch! Obst enthält Fruchtsäure, die den Zahnschmelz angreift. Noch schlimmer sind Softdrinks. Deren hoher Säure- und Zuckergehalt kann die Zähne nachhaltig schädigen.

WICHTIG: Trotzdem nicht sofort nach dem Trinken oder Essen Zähne putzen! Da ist der Zahnschmelz am verwundbarsten! Besser nach der letzten Mahlzeit 30 Minuten warten.

Vom Handwerker zum Elektrofan

Eigentlich ist schon lange erwiesen, dass elektrische Zahnbürsten besser reinigen. Die schaffen nämlich ca. 60- bis 300-mal so viele Putzbewegungen pro Minute als man mit einer Handzahnbürste hinbekommt. Trotzdem halten noch etwa drei Millionen Österreicher an der manuellen Putzroutine fest. Tipp: Eine elektrische Einsteiger-Zahnbürste wie die Oral-B TriZone erleichtert den Umstieg! Die erinnert optisch an eine Handzahnbürste und lässt dieselben Putzbewegungen zu. Trotzdem entfernt sie bis zu 100 Prozent mehr Plaque. Für alle, die sich über spritzende Zahnpasta ärgern, gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Die Zahncreme Theramed Pro Electric wurde eigens für rotierende Rundkopf-Bürsten entwickelt.

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Theramed Pro Electric Creme Intense White, € 2,99-.

Duschen oder spülen?

Sowohl bei Mundspülungen als auch bei Mundduschen hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Innovative Hochdrucksprühgeräte, wie etwa die Sonic Air-Floss von Philips, schießen mit 72km/h ein Luft-Wasser-Gemisch durch die Zahnzwischenräume, um Speisereste und Ablagerungen wegzuputzen. Moderne Spülungen mit Fluor und ätherischen Ölen reduzieren Plaque, Kariesrisiko und Zahnfleischentzündungen und kommen teilweise sogar ohne scharfen Alkohol aus (z.B. Listerine Zero). Fazit: Beides ist optimal als Ergänzung zum Zähneputzen! Achtung aber bei Mundduschen: Niemals den Strahl zum Zahnfleisch lenken, sonst spült man die Bakterien hinein statt hinaus!

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Zahnzwischenraumreiniger AirFloss von Philips, € 99,99-. Listerine Zero-Mundspülung ohne Alkohol, € 5,49-.

Zungenschaver vs. Bürstenlösung

Frischer Atem gewünscht? Dann sollten Sie besonderes Augenmerk auf die Reinigung der Zunge legen. Im hinteren Drittel sammeln sich nämlich gern Essensreste an, die den idealen Nährboden für Bakterien und damit in weiterer Folge für Mundgeruch bilden. Händisch abschaben müssen Sie den Belag aber nicht mehr. Von Oral-B gibt es inzwischen einen Zungenreiniger-Aufsatz für die elektrische Zahnbürste. Der sorgt für eine gründliche Reinigung und minimiert zugleich das Verletzungsrisiko, weil die sanften Vibrationen manuellen Druck überfl üssig machen. Tipp für unterwegs: Mit einer All-in-one-Zahnbürste (unser Tipp: die Colgate 360°) lassen sich dank integrierter Noppen auf der Rückseite beim Zähneputzen gleich Zunge und Wangeninnenseiten mitreinigen.

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Zungenreinigeraufsatz für die elektrische Zahnbürste, im Care Essentials Kit von Oral B, € 15,99-.

 

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