#MotherhoodChallenge: Der umstrittene Konkurrenzkampf der Mütter

Bei dieser Challenge geht es nicht darum, sich Eiswasser über den Kopf zu schütten - sondern ein Foto zu posten, das zeigt, warum Frau stolz darauf ist, Mutter zu sein.

Fotos vom perfekten Mutterglück zu posten, hat ja an sich nichts Verwerfliches. Wenn daraus aber ein Wettbewerb wird, dann wird die Sache schon komplizierter. Genau das passiert gerade bei der #MotherhoodChallenge auf Facebook, bei der Mütter andere Mütter dazu auffordern, zu zeigen, warum sie stolz darauf sind, Mütter zu sein. Wer die meisten Likes bekommt, ist eine "Übermutter".

Virtueller Konkurrenzkampf

Die neue Challenge ruft auch Kritikerinnen auf den Plan. So schreibt Flic Everett im "Guardian", sie hätte am liebsten den "Bildschirm zerschlagen", da die #MotherhoodChallenge das Muttersein zu stark idealisiere. Denn viele, die sich als Mütter ständig unter Druck gesetzt fühlen, würden das wegen solcher virtueller Konkurrenzkämpfe noch stärker tun. Was manchen Frauen da scheinbar leicht von der Hand geht, ist für andere nämlich eine große Herausforderung. Mit ihrer Zurschaustellung würden Mütter verschweigen, dass es eben auch anstrengende und weniger schöne Seiten am Muttersein gibt.

Und was ist, wenn man nicht nominiert wurde - macht das eine zur schlechten Mutter? Das fragen sich angesichts dieses "Wettkampfes" auch viele. Außerdem sei das Ganze jenen gegenüber rücksichtslos, die Kinder haben wollen, aber keine bekommen können - oder die ihre Kinder verloren haben.

 

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