Momente der Muße

Wenn Körper und Geist nach Ruhe und besinnung trachten: Urlaub im Stift heißt loslassen können und Zeit für sich selbst nehmen.

Lesen im benediktinischen Sinne bedeutet nicht nur das Studium der heiligen Schrift, sondern auch die Förderung der Künste als Quell irdischer Inspiration. Nicht zuletzt deswegen sind die Klöster seit Jahrhunderten Bewahrer wertvoller Kunst- und Kulturschätze, ja teilweise selbst beeindruckende Beispiele dafür. Die Muße für den Urlaubsgast des Stifts Göttweig beginnt daher schon bei der Anreise: Wie ein himmlisches Wolkenschloss erhebt sich das 1083 gegründete Stift Göttweig auf 449 Meter Seehöhe über das UNESCO-Weltkulturerbe Wachau. Seine heutige Form verdankt der barocke Prachtbau dem kaiserlichen Hofarchitekten Johann Lucas von Hildebrandt, der nach dem verheerenden Brand von 1718 die Pläne für den Neubau lieferte. Weitere Momente der Muße eröffnen sich im Kaisertrakt innerhalb der Klostermauern. Hier ist nicht nur die monumentale Kaiserstiege mit dem Deckenfresko Paul Trogers aus dem Jahre 1739 zu bewundern, sondern auch die angrenzenden Fürsten- und Kaiserzimmer, die die Kulisse für jährlich wechselnde Sonderausstellungen geben.Auch in musikalischer Hinsicht lässt das Stift Göttweig im wahrsten Sinn des Wortes aufhorchen: durch Stiftskonzerte und nicht zuletzt durch das Open-Air-Konzert „ Klassik unter Sternen" mit Elina Garanča in stimmiger Hauptrolle. Die Operndiva soll Stift Göttweig schon zu ihrem persönlichen Ort der Stille erhoben haben. „Eine Stille, die man hören kann", wie sie sagt.

Jahresausstellung 2010:
„Göttweiger Klostergeschichte“, gezeigt werden unter anderem 120 Grafiken und Stiche von Rembrandt bis Klimt aus der Grafischen Sammlung des Stifts (größte Stichsammlung Österreichs) sowie kostbare Schätze aus dem Göttweiger Musikarchiv.

Konzert-Highlight 2010:
„Klassik unter Sternen“ – Open Air am 7. Juli im Stiftshof mit Elina Garanca, Mezzosopran, and friends.
 

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