In modernen Filmen werden Frauen "fast immer vergewaltigt"

Die britische Schauspielerin Keira Knightley ist fast ausschließlich für ihre Rollen in historischen Dramen wie "Abbite" berühmt - und das ist kein Zufall.

Keira Knightley ist vor allem durch ihre Rollen in historischen Filmen berühmt geworden: "Abbite", "Anna Karenina" oder "Stolz und Vorurteil", für das sie für den Oscar nominiert wurde. In einem Interview mit dem Magazin Variety hat die 32-Jährige nun erklärt, warum sie es bis dato meist abgelehnt hat, in zeitgenössischen Stücken zu spielen: "Ich spiele so gut wie nie in Filmen, die in der heutigen Zeit angelegt sind, weil die weiblichen Charaktere so gut wie immer vergewaltigt werden."

"Ich finde fast immer etwas Widerliches daran, wie die Frauen dargestellt werden."
von Keira Knightley

Knightley weiter: "Ich finde immer ein widerliches Detail an der Art, wie die Frauen dargestellt werden, in historischen Stoffen hingegen sind die Charaktere sehr inspirierend."

Die Schauspielerin räumt aber ein, dass - vor allem im Hinblick auf Serien und Filme, die von Streaming-Diensten wie Netflix produziert werden - sich die Situation verbessert und sie mittlerweile auch Rollen angeboten bekommt, deren Geschichte sich nicht ausschließlich um den männlichen Part des Drehbuchs dreht. "Ich bekomme plötzlich Manuskripte zugeschickt, die in der heutigen Zeit spielen und in denen die weibliche Figur nicht auf den ersten fünf Seiten vergewaltigt wird oder lediglich da ist, um eine liebende Freundin oder Ehefrau zu sein."

 

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