Model postet unattraktive Fotos, verliert 5000 Follower

Sie wollte ihren Instagram-Account ehrlicher gestalten. Die User scheinen das nicht gut zu finden.

Stina Sanders ist nicht nur Model, sondern auch Bloggerin und App-Gründerin. Ihr Instagram-Account that 128.000 Follower, wohl auch, weil sie gut inszenierte Fotos von sich und ihrem Leben postet. Die 24-jährige hat schon für FHM und Maxim gemodelt.

In dem Bestreben, ehrlicher mit ihren Followern zu sein, hat sie einige weniger attraktive Fotos gepostet. Darunter welche, auf denen sie ihren Damenbart entfernt, auf denen ihre schwitzigen Sportfüße zu sehen sind und sogar ein Selfie bei einer Darmspülung.

Das Model gibt zu, normalerweise durch die Welt zu reisen um überall ein Foto von ihrem Schmollmund zu machen, und dachte, durch die unattraktiveren Fotos würde sie nur weniger Likes auf die individuellen Fotos bekommen. Sie hat aber mehr als 5000 Follower verloren.

Der britischen Zeitung "The Tab" hat sie erzählt: "Mir war schon klar, dass das eher unangenehme Szenen sind, aber gleichzeitig sind das auch Situationen, in denen jeder mal ist! Niemand kann leugnen, dass er seine Haare entfernt oder auf die Toilette geht.


"Ich hasse es, wie die sozialen Medien Menschen porträtieren. Ich wurde mein ganzes Leben dafür verurteilt ein Model zu sein, und wenn mich Menschen dann kennengelernt haben, waren sie immer überrascht, dass ich nicht dem Stigma eines solchen Jobs entspreche. Ich fand das einfach eine lustige Idee um meine Maske abzunehmen, aber auch um zu zeigen, was hinter einer so "perfekten" Welt steckt. Dieser Insta-Fame ist doch irgendwie lächerlich. Junge Leute sind depressiv, weil sie keinen Range-Rover oder keine Rolex haben - dabei sind sie erst 16!"

Normalerweise postet sie Fotos von ihrem Urlaub, Essen, Zitate, ihrem Hund und natürlich Selfies. Frauen konnten wohl mehr mit ihrem Experiment anfangen als Männer: "Mädchen haben angefangen, mehr zu kommentieren, weil sie sich damit identifizieren konnten. Männer haben gar nicht kommentiert."

Stina geht davon aus, dass die meisten Follower einfach nur Model-Fotos von ihr sehen wollten. "Es ist so eine 'Dafür hab ich mich nicht angemeldet'-Attitüde. Mein wahres Leben zu teilen, war wohl einfach zu viel für sie. Interessant, dass das wahre Leben nicht jedermanns Sache ist. Vielleicht gehen sie nur auf Instagram, um der Realität zu entfliehen. Aber es ist nicht gut, wie wir uns alle vergleichen."

Stina auf Instagram

 

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