Mode macht glücklich

Gute Laune gibt es jetzt maßgeschneidert! Was hinter dem Konzept des „Happy Clothing“ steckt, verrät eine britische Modepsychologin in ihrem neuen Buch.

Das neue Kleid, das keine Problemzonen, sondern nur Kurven kennt; die hübschen Lieblingssandalen, die uns auf magische Weise über den Dingen stehen lassen: Dass Kleidung nicht nur Menschen, sondern auch Emotionen und Stimmungen anzieht, ist zwar kein Geheimnis – wirklich bewusst ist es aber den wenigsten.

Dr. Karen Pine, Psychologie-Professorin an der University of Hertfordshire in London, behauptet sogar, dass wir Kleidung viel effektiver nutzen könnten, wüssten wir genauer über ihre Wirkung auf andere, vor allem aber auf uns selbst, Bescheid: „Eine Frau, die sich gut fühlt und etwas trägt, was diese Stimmung ausdrückt, wird von ihrem Umfeld als offen und liebenswert wahrgenommen. Dieses posi­tive Feedback ist ein zusätzlicher Ego-Pusher. Fühlt man sich hingegen mies oder unsicher und greift, um sich quasi zu verstecken, etwa zum grauen Schlabberpulli, beginnt der gleiche, diesmal negative Kreislauf.“

Dabei, so die Modepsychologin, hätten Studien gezeigt, dass wir nicht nur unsere Kleidung unserem Gemüt anpassen, sondern sich umgekehrt auch unsere Stimmung von einem Outfit beeinflussen lässt. Sie schlägt deshalb vor, schlechter Laune einfach mit einem „Happy Look“ zu begegnen. In ihrem neuen Buch "Mind what you wear" (Kindle-Edition, € 2,70) verrät Karen Pine, welche Stilmittel besonders geeignet sind, um sich seine modische Glücksformel zu basteln:

1

Jeder Fashiontrend, der zu Ihrer Persönlichkeit passt und sich an Ihnen „richtig“ und gut anfühlt, hebt Ihre Laune. Man sollte sich bewusst darüber sein, dass Shoppen bedeutet, in sich selbst zu investieren.

2

Ein mutiges, individuelles Statement-Schmuckstück pusht das Selbstbewusstsein. Es gibt Ihnen das Gefühl besonders zu sein – fast so, als würden Sie eine Medaille tragen.

3

Intensive Farben, die man draußen findet (z. B. Himmelblau, Laubgrün oder Sonnengelb), sind unsere Verbindung zur Natur. Sie können ein extra Energie-Kick sein.

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4

Verspielte Muster – Tupfen oder abstrakte Prints zum Beispiel – lassen unbewusst die Sorglosigkeit wieder aufleben, die man als Kind empfunden hat.

5

Unser Gehirn liebt Überraschungen und neue Reize: ­Stücke, die eigentlich nicht zusammenpassen – etwa eine ­Bikerjacke zum Flatterkleid, Formelles zu Informellem, Vintage zu Neuem –, verpassen uns einen modischen Kick.

6

Locker fallende Kleidung erlaubt uns uneingeschränkte Bewegungsfreiheit – etwas, was wir mit Spaß, Reisen und Abenteuern verbinden.

7

Ähnlich einem alten Film erinnern uns Vintage-Accessoires – zum Beispiel eine Tasche, Brille oder ein Hut – häufig an Erlebnisse aus der Vergangenheit und geben uns so ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit.

8

Viele fühlen sich in reinen Pflanzen- und Tierfasern wie Leinen, Baumwolle, Seide oder Wolle wohler als in Kunstfasern, weil wir in ihnen der Natur näher sind.

9

Blumenmuster, Tops aus Spitze, fließende Stoffe und offene Sandalen erinnern uns an den Frühling. Viele Frauen fühlen sich leicht, ultrafeminin und lebendig darin.

10

Moodbooster: ein perfekt geschnittenes Kleid in einer kraftvollen Farbe. Ein ausgestelltes Schößchen etwa sorgt für das ideale Verhältnis zwischen Taille und Hüfte. Der Look ist bequem und wirkt besonders feminin.

 

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