Mit so viel Humor kann man auf Islamfeindlichkeit reagieren

Das Netz reagierte mit Satire auf eine islamophone Überschrift der britischen Bouelvardzeitung "The Sun". Eine Studie wurde komplett misinterpretiert.

Letzten Sonntag schockierte das britische Boulevard-Medium "The Sun" mit der Schlagzeile "1 von 5 britischen Muslimen sympathisiert mit dem Dschihad". Die Daten basierten auf einer Umfrage, die das Medium nach den Paris-Attacken in Auftrag gab. Die Schlagzeile provozierte heftige Kritik, Viele beklagen, dass die Studie missinterpretiert wurde und Rassismus schürt. 19 Prozent der Befragten gab an, "zumindest ein wenig Sympathie für junge Muslime zu haben, die GB verlassen um in Syrien zu kämpfen". Vom Dschihad war keine Rede. Ein anonymer Beteiligter der Umfrage erzählt in diesem Vice-Artikel von den suggestiven Fragestellungen der Umfrage. Prominente Kritik kam auch vom Unabängigen Presseverband, der Independent Press Standards Organisation (IPSO). Dieses Titelblatt erwirkte eine Rekordzahl an Beschwerden:

Viele Twitter-User näherten sich dem Thema allerdings mit einem satirischen Zugang. Unter dem Hasthag #1in5muslims posteten Internet-Nutzer lustige "Fakten", und begegneten der boulevardesquen Islamophobie mit einem Augenzwinkern:

 

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