Mit oder ohne? Die Bart-Frage

Bartmode ist nach wie vor „hip“ und doch nicht jederfraus Sache. Die WIENERIN Beautyredaktion im haarigen Pro&Kontra.

Pro: „Eindeutig Bart!“

Birgit Brieber liebt den haarigen Gesichtsschmuck:

Hier schreibt eine Verfechterin des Männerbarts! Die Tatsache, dass in einem durchschnittlichen Exemplar mehr Mikroben leben als auf jedem Toilettensitz, ignoriere ich dabei bisher gekonnt. Die Männer in meinem Umfeld sind schließlich top gepflegt. Und außerdem: Bart ist nicht gleich Bart. Auch ich kann Rübezahl und 1980er-Jahre-Pornstaches wenig abgewinnen. Ein gepflegter 3-bis-5-Tage-Bart jedoch ist meist unwiderstehlich. Man nehme Colin Farrell, Johnny Depp oder Gerard Butler: Wann immer ein Celebrity sexy und verwegen wirken soll, bekommt er für das nächste Shoot garantiert einen Bart verpasst. Adrett gestutzt, versteht sich. Mithilfe der Gesichtsbehaarung wurde David Beckham vom Backstreet-Boy zum sexiest Vierfach-Dad alive. Und sogar ewige Bubengesichter wie das von Jared Leto bekommen durch den Gesichtsschmuck mehr Kontur. Meine heimliche Theorie: Für weniger trainierte Männer ist der Bart das Pendant zur Spanx für Frauen. Viele meiner männlichen Bekannten haben mit 3-Tage-Bart schon einmal das eine oder andere Kilo zu viel weggeschummelt. Dazu Flanellhemd und Boots, und Mann darf sich lumbersexual nennen. Bart ist und bleibt sexy. Und hübsche Bartpflege macht sich auch in lumbersexuellen Badezimmern ganz hervorragend. Versprochen!

Kontra: „Durchwachsen!“

Martina Parker mag´s lieber zart:

Mein Freund Bruno ist Arzt und ein kluger Mann. Er schrieb sich neben seinem 80-Stunden-Job für ein weiteres medizinisches Fachstudium ein und schwor sich, ich erst wieder zu rasieren, wenn dieses geschafft sei. Erst kam er in die kratzige Phase. Seine Frau wollte nicht mehr von ihm geküsst werden, schon gar nicht an delikaten Stellen. Bruno hatte kein Sexleben mehr, aber mehr Zeit zum Lernen. Dann kam die eklige Phase. Bruno trug seine Essensreste im Bart herum. Das war praktisch im Nachtdienst, wenn er hungrig wurde. Aber seine Kollegen mieden ihn. Dadurch hatte er noch mehr Zeit zum Lernen. Der Bart wurde länger und länger. Viele Patienten hielten Bruno für einen Araber und sprachen ihn auf Arabisch an. Bruno konnte kein Arabisch. Die Patienten suchten sich einen anderen Arzt. Es folgte die absolut lächerliche Phase. Bruno knüpfte sich bunte Perlen und Bändchen ins Barthaar. Noch mehr Patienten blieben aus. Bruno lernte und lernte. Nach drei Jahren hatte Bruno einen geflochtenen Bartzopf, der den Prüfer faszinierte. Er bestand mit Auszeichnung. Fazit: Ein Bart ist zum Studieren gut, aber zu sonst gar nichts. Heute trägt Bruno wieder glatt. Seine Frau und seine Freunde haben ihm verziehen. Habe ich schon gesagt, dass Bruno ein echt kluger Mann ist?

 

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