Mit diesen 10 Tipps wird es der besinnlichste Advent seit langem

Trainerin Maren Wölfl rät dazu gerade im Advent mehr auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und die allgemeine Hektik zu ignorieren. Denn wenn man sich jetzt verausgabt, ist Streit und Enttäuschung am Weihnachtsbaum vorprogrammiert. Zehn praktische Tipps für den Alltag.

1. Auf die eigenen Bedürfnisse hören

Oft werden Geschenke gekauft und Einladungen angenommen, weil Sie glauben, dass es von ihnen erwartet wird. Rein nach dem Motto: „Ich glaube, dass der andere glaubt, dass ich das tun sollte.“ Schauen Sie auf sich und was Sie selbst wirklich möchten. Und dann gilt es, dies auch an Familie, Freunde und Bekannte zu kommunizieren. Am besten und wirkungsvollsten funktioniert das Aussprechen der eigenen Wünsche. Und zwar gleich zu Beginn und nicht erst, wenn der Ärger sich aufgestaut hat.

2. Delegieren

Überlegen Sie sich, was sie wirklich selbst machen müssen und auch wollen. Wenn Sie gerne Kekse backen und es Ihnen Spaß macht, dann tun Sie es auch und nehmen sich gezielt Zeit dafür. Wenn nicht, dann gibt es vielfältige Angebote, Kekse zu kaufen und viele Mütter bzw. Großmütter freuen sich, die Familie mit Keksen zu versorgen. Mit etwas Kreativität gibt es viele Möglichkeiten, Aufgaben und Erledigungen abzugeben: Vom Einpacken der Geschenke bis zur Kinderbetreuung und das Festessen zu Weihnachten.

3. Weniger ist mehr

„Oft ist der eigene Anspruch der Killer in hektischen Zeiten“, erklärt Maren Wölfl. Alles muss perfekt sein, von den Geschenken über das Weihnachtsessen, die Kleidung und dann natürlich auch die Stimmung zu Weihnachten. Schauen Sie lieber darauf, dass es Ihnen selbst gut geht und nehmen dabei Abstriche in Kauf. Besser gut gelaunt und zu 80 prozentig perfekt als 100 Prozent perfekt und schlechte Laune gepaart mit Erschöpfungszustand und Müdigkeit.

4. Mentaltraining

Probieren Sie Übungen, die Ihnen helfen, ruhig und gelassen zu werden. Ein Beispiel ist die mentale Reise zu ihrem persönlichen Wohlfühlort „Ihr Körper kann nicht unterscheiden, ob Sie wirklich an einem gewissen Ort sind, oder ob sie sich nur vorstellen, an diesem Ort zu sein“, so die Expertin. Stellen Sie sich fünf Minuten lang einen Ort in der Natur vor, wo sie alleine sind und sich total wohlfühlen. Dies kann ihr eigener Garten, ein Waldstück in ihrer Nähe oder der Strand während ihres letzten Urlaubes sein. Diesen Ort sollten Sie dann mit allen Sinnen erleben – also was Sie dort sehen, hören, spüren und auch riechen und schmecken.

5. Proaktiv sein und planen

Überlegen Sie sich JETZT, wie Sie die Zeit bis Weihnachten verbringen möchten. Wofür möchten Sie Zeit haben, was ist Ihnen wichtig, was steht noch an. Hier eignet sich die gehirngerechte Methode des Mindmapping, um sich einen Überblick über die zwei Wochen bis Weihnachten zu verschaffen. Und bitte auch gezielt Zeiten der Erholung, Auszeiten oder Abendessen mit Freundinnen einplanen – je nachdem was Ihnen wichtig ist.

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6. Es gibt auch ein 2014

Oft entsteht der Eindruck, dass das Leben zu Weihnachten aufhört und wir noch schnell alle Freunde vorher treffen wollen und alles erledigen. Es gibt aber auch ein Leben nach den Weihnachtsferien. Und meist ist im Jänner eine viel bessere Zeit für entspannte und lustige Abendessen mit Freunden. Und es gibt sicherlich einige Aufgaben im Büro oder in der Familie, die bis nach den Weihnachtsferien warten können.

7. Neue Möglichkeiten finden

Wenn Sie gewisse Abläufe zu Weihnachten, Besuche bei Verwandten oder das obligatorische Weihnachtsessen bei der Schwiegermutter gerne anders angehen möchten, so suchen Sie nach Möglichkeiten und besprechen Ihre Ideen mit der Familie. Nur weil es jahrzehntelang so abgelaufen ist, muss es dieses Jahr auch so sein. Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Änderung. Es ist einen Versuch wert. Und wenn Ihr Partner dies ganz anders sieht, dann finden Sie einen Kompromiss – es gibt nicht nur weiß und schwarz. Es gibt sehr viele Grautöne.

8. Batterien aufladen

Sollte Sie mal gar nicht mehr können und total gestresst sein, dann suchen Sie nach einer Möglichkeit ihre eigenen Batterien wieder aufzuladen. Dies kann für jeden anders sein. Manche Leute gehen gerne spazieren, andere gehen mal um acht Uhr schlafen oder nehmen ein langes Entspannungsbad. „Und wenn Sie jetzt glauben, dass Sie für solche Aktivitäten „wirklich“ keine Zeit haben, dann darf ich Ihnen versichern, dass sich diese Zeit doppelt und dreifach lohnen wird“, sagt Wölfl. Probieren Sie es aus!

9. Das Anderssein wertschätzen

Wenn der Partner oder die Eltern nicht so tun, wie sie das gerne hätten, so können Sie sich ärgern oder das „komische“ Verhalten als Bereicherung und Chance sehen. Ihr Partner setzt sich im ärgsten Chaos einfach auf die Couch und sieht fern. Bevor Sie sich ärgern besteht auch die Möglichkeit, sein Verhalten zu spiegeln und es auch zu versuchen. Ihr Partner kann in jedem Fall genießen und auf seine eigenen Bedürfnisse achten.

10. Das Jetzt genießen

Probieren Sie es aus und seien Sie ganz im Hier und Jetzt. Falls Sie Kinder haben, so können Sie das komplette Ausblenden von Gestern und Morgen von den Kleinen lernen. Wenn Sie am Christkindlmarkt sind, dann genießen Sie diese Zeit ganz bewusst und blenden Gedanken an den morgigen Bürotag und To-Do Listen aus. Und wenn Sie im Büro sind, dann seien Sie ganz dort und nicht schon wieder zwei Schritte voraus. Probieren Sie es - es ist einen Versuch wert.

 

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