Miss-Wahlen sind ab sofort verboten!

Zumindest in der argentinischen Kleinstadt Chivilcoy. Dieser Entschluss fiel vor wenigen Tagen einstimmig im Stadtsenat. Statt Schönheitsköniginnen werden ab sofort Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität der Stadt ausgezeichnet.

Schönheit sei nicht objektiv und daher wären derartige Wahlen immer diskriminierend, so die Begründung des Stadtsenates.

Gerade in Argentinien gehören Miss-Wahlen zum Alltag. Jeder Ort, jede Veranstaltung hat seine eigene Miss. Und diese verpflichtet sich mit der Annahme der Krone zu haarsträubenden Teilnahmebedingungen. Teilweise dürfen sie während ihrer Regentschaft keinen Partner haben oder etwa nicht schwanger werden.

Eine Schwangerschaft sorgte erst kürzlich bei der Wahl zur Königin des Bezirks Campo Los Andes im Bezirk Mendoza für Aufsehen. Die neue Königin wurde unerwartet schwanger und ihr Sieg wurde wieder aberkannt. Vor Gericht bekam sie eine Entschädigung zugesprochen. Sie ist damit aber eine der wenigen, die sich überhaupt gegen absurde Regelungen und Verträge wehrt.

Da ist die Lösung der Stadt Chivilcoy künftig Personen zwischen 15 und 30 Jahren auszuzeichnen, die sich für die Stadt einsetzen, doch eine viel bessere Entscheidung - und die Leistung, die gewürdigt wird, zum Wohl der Allgemeinheit.

 

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