Million Dollar Babys

Immer öfter wird der Hollywood-Nachwuchs für Millionengagen exklusiv in Hochglanzmagazinen ­präsentiert – und kurbelt ganz nebenbei Mamas Karriere an.

Dass Kinder das teuerste Gut auf dieser Welt sind, haben Stars längst für sich entdeckt. Immer öfter wird der Nachwuchs für Millionengagen exklusiv in Hochglanzmagazinen ­präsentiert – und kurbelt ganz nebenbei Mamas Karriere an.

Text Julia Wagner Fotos Photo Press Service, www.viennareport.at

Vielleicht ist Halle Berry ­sagenhaft geschäftsuntüchtig. Oder sie sollte schleunigst ihre Presseagentin ­feuern. Vielleicht ist sie aber auch nur eine frischgebackene Mutter, die ihr Glück nicht mit jedem teilen möchte. Was in der Schauspielerin vorgeht, wissen wir nicht. Fakt ist allerdings, dass die Oscar­gewinnerin nach der Geburt ihrer ersten Tochter Nahla Ariela im März diesen Jahres nicht vorhat, Bilder ihrer Kleinen zu verkaufen oder zu veröffentlichen. So vermeldete es unlängst ihre Sprecherin. Und das ist, mit Verlaub, für einen A-List-­Hollywoodstar heute sehr ungewöhnlich. Schließlich gehören exklusive Fotoshootings, in denen Promi-Eltern stolz ihre Neugeborenen in Hochglanz­magazinen präsentieren, zum liebsten Körberlgeld der Stars. Im Gegensatz zu Filme drehen oder Musikalben aufnehmen ist das auch wirklich leicht verdiente Kohle, der kaum jemand widerstehen möchte.

Wenn etwa Larry Birkhead seiner Tochter ­Dannielynn zärtlich über den Kopf streichelt, kann das teuer werden. Für 1,7 Millionen US-Dollar präsentierte er das Baby, das er mit dem verstorbenen Playmate Anna Nicole Smith gezeugt hatte, dem amerikanischen Magazin OK!. Auch für eine Doku-Soap im US-TV soll er eine sechsstellige Summe kassieren. Dafür gibt es dann Dannielynn im Planschbecken, auf dem Wickeltisch oder beim Brei-Essen zu sehen. Als er vergangenen September einem Magazin exklusiv die Fotorechte zu Dannielynns erster Geburtstagsfeier verkaufte, glich das Schloss, auf dem die Party stattfand, einem Hochsicherheitstrakt. Gäste mussten am Eingang Handys und Kameras abgeben, als würden sie ein Staatsoberhaupt besuchen – und nicht einer Einjährigen beim Bäuerchenmachen und Kuchenessen zusehen.

Christina Aguilera und Nicole Richie wetteiferten gerade erst um die höheren Gagen für die Fotos ihrer Babys, die mit nur einem Tag Unterschied zur Welt kamen. Richie kassierte zwar vom People Magazine die geringere Gage von einer Million US-Dollar, hatte aber in Sachen Aufmerksamkeit die Nase vorne. In Zeiten, in denen der Marktwert eines Stars nicht nur in Leistung, sondern vor allem in Medienpräsenz taxiert wird, ­interessierte sich die ­Öffentlichkeit mehr für das Baby einer ­geständigen Ex-­Heroin­abhängigen und eines tätowierten Rockstar-Daddys als für das eines braven Popsternchens. Nachdem die Ausgabe mit Aguilera auf dem Cover 100.000 Stück weniger als sonst verkauft hatte, feuerte die 27-Jährige kurzerhand ihren PR-Berater.

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Lesen Sie in der Mai-WIENERIN, welcher Star mithilfe seines Babys am kräftigsten abkassiert.

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Nach den Kindern von Jennifer Lopez werden wohl die Zwillinge von Angelina Jolie und Brad Pitt die bestbezahlten Babys der Welt werden, schätzen Medienexperten.

 

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