Milla im Interview

Die Ukrainerin im Gespräch über den Campari Kalender 2012, ihre Filme und Rollen, Schauspielkollegen Christoph Waltz und ein gutes Weihnachtsgeschenk für die ganze Familie.

Welches der Outfits, die sie bei dem Campari-Kalender Shooting getragen haben, gefällt ihnen am besten?

Für mein echtes Leben würde ich sagen, die Welle. Denn, der 30 Fuss grosse Stoff war zwar am Rücken befestigt, aber ohne diesen Stoff wäre es das süßeste Cocktailkleid. Aber es war alles so toll, ich meine, Campari hat so einen schöne Arbeit gemacht, diese spektakuläre, sensationelle Kampagne wo einem alles sofort ins Auge springt. Und, ich muss sagen, dass das Wüsten-Kleid mit all den Steinen, also wenn ich so ein Kleid tatsächlich tragen könnte, das wäre fantastisch. Ich denke damit können wir sogar Lady Gaga Ideen für ihre Outfits geben, weil es einfach so über-drüber (Oder: verrückt) und fantastisch ist (lacht).

Glauben Sie an etwas wie Gott, Buddha, Kabbala, den Maja Kalender, oder sonst eine Art Religion? (Anmerkung: der Campari-Kalender beschäftigt sich mit dem Ende der Welt, das nach dem Maja Kalender im Dezember 2012 kommen soll)

Ich glaube an all diese Dinge. Ich glaube auf jeden Fall an Gott, ich bin davon überzeugt dass es etwas gibt, das größer ist als wir.

Sehen Sie selbst Ihre Filme an, wenn sie im Fernsehen gezeigt werden?

Nein, nicht wirklich. Wenn ich mit einem Film fertig bin, dann bin ich mental schon beim nächsten. Es ist oft schwer für mich, mich selbst am Bildschirm zu sehen. Ich sehe die Szenen am Tag des Drehs, das liebe ich, denn so verstehe ich was ich tue und wenn mir etwas nicht gefällt kann ich es ändern, aber wenn der Film einmal fertig ist und ich sehe ihn bei der Premiere zum ersten mal, dann denke ich, ok cool, das habe ich gesehen, es war großartig, aber nun geht's auf zum nächsten Projekt. Manchmal sehe ich zufällig den Anfang von Das 5.Element im Fernsehen, und dann fange ich jedesmal zum Weinen an, wenn ich das sehe, weil ich Leelo so liebe. Und dann denke ich (Anmerkung: mit Stimme als würde sie weinen) Oh mein Gott, sie ist so wunderbar. Und ich war so jung!

Apropos jung: Sie sind für Action- und Horrorfilme bekannt. Darf Ihre Tochter Filme wie Resident Evil sehen?

Nein, Resident Evil darf sie natürlich nicht sehen, aber sie liebt Zombies. Weil sie sie jeden Tag am Set von Resident Evil sieht. Sie verbringt viel Zeit mit all den Zombie-Stunt Leuten, sie turnt mit ihnen, übt Purzelbäume auf der Matte, also sie ist wahrscheinlich die einzige 4-jährige die sich nicht vor Monstern fürchtet (lacht). Aber den Film darf sie natürlich trotzdem nicht schauen. Sie hat aber „Die drei Musketiere" gesehen, und der Film hat ihr extrem gefallen. Sie hat auch „das 5te Element" gesehen und es sehr gemocht, also es gibt Gott sei Dank ein paar Filme in meinem Repertoire, die meine Tochter bereits anschauen kann.

Ich habe gelesen, dass Sie es sehr wichtig finden, speziell Mädchen viel Selbstbewußtsein mitzugeben. Was tun sie, um Mädchen zu stärken?

Ja, ich finde das immer noch sehr wichtig. Action-Filme waren für so lange Zeit extrem männlich dominiert und es ist schön dass Frauen nun selbst als starke, coole und mächtige Figuren auf der Leinwand repräsentiert werden. Vor allem mit Resident Evil, das jetzt in die schon in die fünfte Serie geht, den fünften Teil drehen wir ja gerade, also das hat es vorher noch nie gegeben und das ist ein großer Schritt für Frauen im Film, an der Spitze eines derart großen Projekts zu stehen. Das ist sehr wichtig, vor allem weil es vorher noch nie gemacht wurde, also hoffe ich, dass es die Türen für mehr Frauen öffnet, mehr Action-Filme zu drehen und als große Action-Heldinnen respektiert zu werden. Im Asiatischen Kino gibt es sehr viele Frauen die Action-Filme drehen, dort ist das normal aber in Europa und den USA sind die Leute da noch unsicher, also ja, ich bin froh, dass ich hier die Frauen vertreten kann.

Sie kennen einen sehr berühmten Österreicher. Christoph Waltz, der mit ihnen „Die 3 Musketiere" gedreht hat. Wie war es mit ihm?

(schreit) Jaaa, Christoph ist großartig. Was für ein Gentleman, was für ein intelligenter, süßer, einfach unglaublich wunderbarer, lustiger Bursche. Es war einfach eine Freude, mit ihm zu arbeiten und er hat das wirklich sehr gut gemacht alles, beim Dreh. Er gab seiner Rolle, dem Kardinal, eine freche Note, und der Film ist so leichtfüssig, lustig und voller Action, wir waren wirklich dankbar dass er den Part übernehmen wollte, denn er bringt dieses gewisse Etwas mit, dass er immer einbringt, in jeden Film in dem er spielt.

Was wäre für Sie ein gutes Weihnachtsgeschenk für die ganze Familie?

Also, die 3 Musketiere ist ein wunderbarer Familienfilm, meine Güte, meine Tochter ist 4 Jahre alt und sie liebt den Film, da ist nichts dabei, wovor man sich fürchten müsste, er ist wie eine lustige Achterbahnfahrt vom Anfang bis zum Ende. Auf jeden Fall sind es nicht die Musketiere unserer Großväter, es ist wild und modern.

 

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