Miley Cyrus: Ihr müsst nicht lesbisch sein, wenn ihr nur den richtigen Mann findet

Miley Cyrus erklärt auf Instagram vor Millionen Fans, dass man nicht lesbisch sein müsste, solange man nur den richtigen Mann findet. Ziemlich krasse Aussage, vor allem, da sich Cyrus 2015 selbst als pansexuell outete.

Miley Cyrus

Oida, Miley. Echt jetzt? In einer Instagram Live Session mit ihrem neuen Habschi, dem australischen Sänger Cody Simpson erklärte die 26-jährige Sängerin ihren Millionen Zuschauer*innen, dass sie eh nicht lesbisch sein müssten, wenn sie nur den richtigen Mann finden. Ähm, wie bitte??

Nach dem Ehe-Aus mit dem australischen Schauspieler Liam Hemsworth und einem kurzen Techtelmechtel mit der amerikanischen Bloggerin Kaitlynn Carter datet Miley nun seit kurzem den australischen Justin Bieber, Cody Simpson. So weit, so unproblematisch. Schließlich kann sich Miley ja treffen, mit wem sie möchte.

Wenn sie nun aber vor Millionen Fans erklärt "Es gibt gute Männer da draußen, Leute, gebt nicht auf. Du musst nicht lesbisch sein, es gibt gute Leute mit Schwänzen da draußen, du musst sie nur finden. Ich dachte immer, ich müsste lesbisch sein, weil ich dachte, dass alle Typen böse sind, aber das stimmt nicht“, dann haben wir ein Problem.

Mit dieser Aussage unterstellt sie nämlich, dass jede*r frei entscheiden würde, auf welches Geschlecht er*sie steht – was natürlich kompletter Unsinn ist. Sie unterstützt somit bestehende problematische Klischees à la "alle Typen sind scheiße, ich glaub', ich werd' jetzt einfach lesbisch" und trägt zur Bisexual Erasure, also zum Unsichtbarmachen von Bisexualität bei. Denn, suprise, surprise, gibt es natürlich auch Menschen, die sich nicht nur zu einem Geschlecht hingezogen fühlen (sich das aber keineswegs so ausgesucht haben).

Man sollte meinen, gerade Cyrus ist das sonnenklar, outete sich die Sängerin doch 2015 selbst als pansexuell und genderfluid. Darüberhinaus unterstützt sie seit Jahren LGBTIQ+ Organisationen. Viele Fans sind (verständlicherweise) gerade deshalb sehr enttäuscht. Für Etliche diente die Sängerin schließlich jahrelang als glühendes Role Model der LGBTIQ+ Szene. Viele stellten sich auch die Frage, ob an Cyrus Pansexualität überhaupt was Wahres dran ist.

Montagabend folgte dann die halbherzige Entschuldigung via Twitter: "Ich bin nur über blöde Typen hergezogen, lasst mich klar stellen: Du suchst dir deine Sexualität NICHT aus. Du wirst so geboren. Es war immer meine Priorität, die LGBTQ Community, der ich angehöre, zu beschützen. Schönen Montag!“

Ob es die Sängerin jetzt ernst meint oder ob es sich hier nur um Schadensbegrenzung auf Empfehlung ihrer PR-Berater*innen geht, sei dahingestellt. Die sexistische und homophobe Aussage hätte sie sich aber jedenfalls sparen können.

 

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