Mikroplastik in Kosmetik? Bloggerin DariaDaria klärt auf

WIENERIN "Green Lifestyle"-Kolumnistin Madeleine Alizadeh klärt in ihrer Kolumne monatlich über nachhaltige Produkte auf. Diesmal: Mikroplastik in Kosmetika.


Im Jahr 2013 unterzeichneten viele große Beauty-Marken eine freiwillige Verzichtserklärung, um Mikroplastik in Kosmetika vorzubeugen. Die Verbraucherplattform Codecheck (codecheck.info) verglich nun über 103.000 Kosmetikprodukte der Jahre 2014 und 2016. Das ernüchternde Ergebnis: Nach wie vor enthält mehr als jedes dritte Gesichts-und jedes zehnte Körperpeeling Polyethylen, also Mikroplastik.In jedem vierten Duschgel und jedem zehnten Make-up stecken die kleinen Kunststofffasern ebenso drin. Die Untersuchung zeigt: Die freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie ist de facto wirkungslos, die meisten Hersteller nehmen ihre enorme Verantwortung nicht ernst.

Mikroplastik ist gefährlich, weil es über das Abwasser in unsere Ökosysteme gelangt. Es endet dann nicht nur in den Mägen vieler Tiere, wo es zu physiologischen Störungen und Tumorbildung führt, sondern kommt über die Nahrungskette auch in den menschlichen Organismus. Mikroplastikfasern können übrigens auch in Textilien vorkommen, vor allem in Sport- und Outdoorbekleidung, und über das Waschen in der Waschmaschine ins Wasser gelangen.

Was tun?

Mittlerweile bieten immer mehr Kosmetik und Hygiene-Hersteller mikroplastikfreie Produkte an.

Mithilfe der App "Beat the Microbead" lässt sich außerdem durch einen schnellen Barcode-Scan erkennen, ob im gescannten Produkt Mikroplastik enthalten ist.

Hygiene ohne Mikroplastik:

Die Sante Dental Med B12-Zahnpasta ist nicht nur zertifizierte Naturkosmetik und frei von Mikroplastik, sondern auch mit Vitamin B12 angereichert. Besonders für Menschen, die auf Fleisch verzichten, ist diese Bio-Zahnpasta der beste Weg, eventuellen Mängeln vorzubeugen. Erhältlich in Wien bei dm oder Denn's für ca. € 6,-.

Für Körper und Haar kann man nicht nur auf Mikroplastik, sondern auch auf die äußere Verpackung verzichten. Eine gute Alternative sind pflanzliche Seifen, die auch ganz ohne Palmöl als Inhaltsstoff auskommen. Zu finden bei zerowasteladen.de.

Madeleine Alizadeh zählt mit dariadaria.com zu Österreichs erfolgreichsten Bloggerinnen. Ihre neuesten nachhaltigen Entdeckungen präsentiert die vegan lebende Wienerin regelmäßig in der WIENERIN Print-Ausgabe.

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