Migräne

Es gibt über 150 Arten von Kopfschmerzen, Migräne ist dabei eine der häufigsten. Sie kann nicht geheilt werden, aber es gibt verschiedene Methoden, sie zu behandeln. Was ist Migräne, wie erkennt man sie und was kann man dagegen tun?

Ungefähr 10% der Österreicher leiden unter Migräne und darunter sind hauptsächlich Frauen. Sie sind doppelt so oft betroffen wie Männer. Charakteristisch für Migräne sind anfallsartige Kopfschmerzen, die in unregelmäßigen Abständen wiederkehren. Außerdem ist sie eine Krankheit, die neben den Kopfschmerzen, auch mit körperlichen Begleitsymptomen einhergeht.

Wird die Migräne nicht behandelt, kann ein einzelner Anfall bis zu drei Tage andauern, wobei der Schmerz durch körperliche Aktivität meist noch verschlimmert wird. Der starke, einseitige, klopfende bis pulsierende Kopfschmerz hat verschiedene Formen:

Verschiedene Phasen

Ärzte unterscheiden vier Migränephasen, die jedoch nicht von allen PatientInnen zur Gänze durchlaufen werden:

  • Vorphase

Die Vorphase beginnt einige Stunden bis mehrere Tage vor dem Auftreten des Kopfschmerzes. Dabei treten gewisse Symptome auf: Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen oder Gerüchen, Appetit auf bestimmte Nahrungsmittel, Durst, Muskelschmerzen oder Blässe.

  • Aura-Phase

Einige PatientInnen entwickeln vor dem Kopfschmerz eine Aura, die rund 20 bis 60 Minuten andauern kann. Dabei treten aufgrund von Durchblutungsveränderungen im Gehirn verschiedene Arten von Sehstörungen auf, aber auch Gehör- und Sprachprobleme oder Taubheit und Kribbeln in bestimmten Körperregionen können entstehen.

  • Kopfschmerz-Phase

Diese Phase stellt für viele Betroffene die schlimmste Phase innerhalb einer Migräneattacke dar, weil es dabei zu starken, pochenden Kopfschmerzen mit Übelkeit und Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Gerüchen kommen kann. Sie dauert ungefähr einen bis drei Tage an.

  • Rückbildungsphase

Während der Schmerz allmählich abklingt, nehmen meist auch die Begleitsymptome ab. Der Schmerz kann sich auch im Schlaf auflösen. Übrig bleibt oft Müdigkeit oder Gereiztheit.

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Nicht jeder Kopfschmerz ist automatisch eine Migräne. Es müssen bestimmte Symptome vorliegen, bis der Arzt die Diagnose einer Migräne stellt.

Behandlung

  • Was man alleine tun kan

Migräne wird oft durch Stress hervorgerufen. Fängt dieser an abzuklingen, treten die Kopfschmerzen auf. Versuchen Sie also, Stress dauerhaft zu vermeiden und einen ausgeglicheneren Alltag zu leben. Auch Ess-, Schlaf- und Lebensgewohnheiten können zur Entstehung eines Migräneanfalls beitragen. Eine entsprechende Änderung bekannter Auslöser kann vorbeugend wirken.

Ist die Migräne einmal da, bringt das Liegen in einem ruhigen, abgedunkelten Raum oftmals Erleichterung. Auch Entspannungsübungen sind zum Überstehen der Anfälle gut geeignete Maßnahmen. Sind die Schmerzen nicht sehr intensiv, lindern häufig auch ein kühlender Eisbeutel oder das Auftragen von Chinaöl auf die Schläfen die Beschwerden.

  • Ärztliche Behandlungsmöglichkeiten

Da die Ursache der Migräne bis heute nicht behandelt werden kann, geht es in der Therapie vor allem darum, Kopfschmerzen und Begleitsymptome zu lindern. Am wirksamsten ist hier eine Therapie, die medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungen vorsieht. Bei leichteren Kopfschmerzen oder in der Entwicklung der Schmerzattacke helfen oft auch einfache Schmerzmittel, die in der Apotheke frei erhältlich sind.

Ansonsten sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der Sie genau beraten kann und Ihnen die verschiedenen Therapiemöglichkeiten aufzeigt. Dadurch dass Migräne keine Seltenheit mehr ist, haben sich viele Ärzte auf diese Krankheit spezialisiert.

 

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