Mhm ... Maroni

Edelkastanien, Esskastanien oder einfach Maroni. Sie gehören zum Herbst wie das fallende Laub, der erste Frost und Nebelschwaden. Auch in der Herbstküche sollten Esskastanien nicht fehlen – egal ob bei salzigen oder süßen Speisen. Wissenswertes über die schmackhafte Herbstleckerei erfahren Sie hier.

Die Esskastanienbäume gehören zur Familie der Buchengewächse, sind also mit Buche und Eiche verwandt. Keine familiären Bande vereinen sie dagegen mit der Rosskastanie. Diese fällt im Herbst ebenfalls vom Baum und wird von Kindern gerne zum Basteln verwendet, ist allerdings nicht genießbar.

Die Wurzeln der Maroni liegen an der Schwarzmeerküste, von wo sie ihren Weg nach Europa fand. Schon vor mehreren Jahrhunderten galten die Esskastanien im Mittelmeerraum aufgrund ihres hohen Stärkegehalts als Kartoffeln der armen Leute. Sie wurden unter anderem getrocknet und zu Mehl gemahlen. Heute ist Maronimehl im Fachhandel erhältlich.

Sattmacher

Ein Stanizel mit gebratenen Maroni wärmt an kalten Herbst- und Wintertagen nicht nur die Finger, es macht auch satt. Das liegt am hohen Kohlehydratanteil, der zudem wertvolle Energie liefert. Gleichzeitig punkten Maroni mit einem geringeren Fettanteil als Nüsse, mit den Vitaminen C, E und mehreren B-Vitaminen sowie verschiedenen Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Kalzium oder Phosphor.

In Österreich kommen vor allem Maroni aus den Mittelmeerländern auf den Tisch bzw. in die Tüte. In der Steiermark oder im Burgenland gibt es auch regionale Esskastanien. Saison haben die frischen Herbstleckereien zwischen September und Dezember.


Es gibt übrigens verschiedene Maroniarten: Grob unterteilt werden sie in Ess- bzw. Edelkastanien, kleinere herzförmige Maroni bzw. Maronen und Dauermaronen, die zwar auch zu den Maroni zählen, aber etwas größer sind und per Hand gepflückt werden.

Frischetipp

Wer die warmen Esskastanien bei einem Maronibrater ersteht, kauft nicht immer beste Qualität. Das zeigte erneut ein Test der Arbeiterkammer im Herbst 2009. Das Ergebnis: Im Schnitt ist von einem Kilo roher Maroni rund ein Fünftel verdorben. Untersucht wurden 23 rohe Maroni-Proben in 20 Supermärkten und Märkten in Wien. Bei der Hälfte der Proben waren 10 bis 20 von 100 Stück verdorben. Bei einem weiteren Viertel waren es zwischen 22 und 61 Stück.

So erkennen Sie frische Ware: Frische Esskastanien sind schwerer als verdorbene. Werden sie in lauwarmes Wasser gelegt, sinken sie außerdem ab. Ungenießbare Ware schwimmt dagegen auf der Wasseroberfläche. Frische Edelkastanien sollte außerdem so schnell wie möglich aufgebraucht werden, roh halten sie maximal eine Woche.

... die Esskastanie ihren Namen angeblich den Griechen verdankt, die sie nach der Stadt Kastana am Schwarzen Meer benannt haben?

... die ersten Maronibrater in Wien schon im 19. Jahrhundert die schmackhaften Esskastanien verkauft haben?

... die Esskastanie auch Castanea sativa genannt wird?

... die Edelkastanie in Frankreich auch „pain de la foret“, also „Brot des Waldes“ heißt. Grund ist der brotähnliche Duft der blühenden Kätzchen.

... Maroni erst durch das Braten weich werden? Ein Teil der Stärke verwandelt sich dann zu Zucker, der angenehm süße Geschmack entsteht.
 

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