Mental Health: Diese 5 Angewohnheiten ziehen uns runter

... und trotzdem tun wir sie alle.

Mental Health: Diese 5 Angewohnheiten ziehen uns runter

Manchmal fühlst du dich schlapp, irritiert oder mies gelaunt und kannst dir nicht so recht erklären, wieso eigentlich? Vielleicht liegt es an deinen Angewohnheiten. Tatsächlich verbringen wir unsere Zeit (oft unbewusst) mit Angewohnheiten oder Aktivitäten, die uns nicht sonderlich guttun. Trotzdem wiederholen wir sie regelmäßig.

Dazu gehört:

1. Trotz Hunger nichts essen

Kennt ihr's? Der Magen knurrt, aber anstatt was zu essen, schreibt ihr noch schnell diese eine Mail, tätigt einen Rückruf, erledigt diese eine Aufgabe, die ihr eh schon angefangen habt - und plötzlich sind wieder drei Stunden vergangen und ihr habt immer noch nichts zu euch genommen.

Sei es Stress oder ein anderer Grund: Nicht auf euren Körper zu hören und Signale wie Hunger bewusst zu ignorieren, tut euch auf Dauer nicht gut. Sinkt der Blutzucker, schütten wir das Stresshormon Cortisol aus, welches uns nervös und unausgeglichen machen kann. Wir sind dadurch leichter reizbar und können uns schlechter konzentrieren.

Wenn ihr auch manchmal vergesst, zu essen oder es aufschiebt, weil ihr so in eure Aufgaben vertieft seid, kann ein regelmäßiger Reminder, den ihr euch z.B. in eurem Kalender einstellt, helfen.

2. Den ganzen Tag zuhause verbringen

Gerade mit Corona und Home Office verbringen viele uns ganze Tage daheim, ohne jemals einen Schritt vor die Tür zu setzen. Therapeutin Heather Kent empfiehlt gegenüber HuffPost, mit einem kleinen Morgenspaziergang in den Tag zu starten - am besten noch vor der ersten Tasse Kaffee. Frische Luft und Sonnenlicht helfen Körper und Geist, wach zu werden, Energie zu tanken und gleichzeitig Stresslevels zu senken.

3. Vor dem Schlafengehen emotional aufwühlende Serien schauen

Konsumieren wir kurz bevor wir schlafen gehen, mitreißende, emotional aufwühlende Serien oder Filme, kann es dazu führen, dass wir schlechter entspannen und einschlafen können, weil unser Hirn damit beschäftigt ist, das Gesehene noch länger danach zu verarbeiten.

Guter Schlaf ist für unser gesamtes Wohlbefinden wichtig, daher vor dem zu Bett gehen lieber die Feel Good-Serie schauen, die ihr eh schon auswendig kennt als die neueste Folge der True Crime Show (oder noch besser ihr lest stattdessen ein Buch!).

4. Ständig das Handy checken

Mit Push-Benachrichtigungen, Mails und etlichen WhatsApp-, Signal- oder Telegramgruppen bimmelt und brummt unser Handy teilweise im Sekunden- oder Minutentakt. Laut Studien schauen Menschen täglich rund 50 Mal aufs Handy - wobei es fast 20 Minuten dauern kann, bis wir uns wieder auf unsere vorherige Aufgabe konzentrieren können.

Das wiederum kann für Probleme beim Zeitmanagement sorgen und uns stressen und reizbarer machen. Um dem Ganzen entgegenzuwirken kann es helfen, das Handy für einige Zeit in ein anderes Zimmer zu legen (das private Handy braucht ihr in eurer Arbeitszeit ja vielleicht nicht unbedingt), die Nachrichtenanzeige am Sperrbildschirm zu deaktivieren oder den "Bitte nicht stören"-Modus einzurichten.

5. 'Doomscrollen'

Wir befinden uns in einer Zeit, die von vielen Unsicherheiten geprägt ist. Um Antworten auf unsere Fragen zu bekommen, konsumieren wir Nachrichten - im TV, Radio oder eben in den Sozialen Medien, wo oft gefühlt eine katastrophale Headline die nächste jagt. Für das ständige und teils endlose Konsumieren von - in erster Linie - negativem Content gibt es mittlerweile einen eigenen Begriff: Doomscrolling.

Es handelt sich dabei um eine Wortbildung aus den englischen Begriffen "doom" (dt. Verderben) und dem eingedeutschten "scrollen" (etwa mit der Computermaus).

"Doomscrolling führt zu erhöhter Reizbarkeit, Aggression und Wut, und wir neigen dazu, aufgrund der Pandemie wirklich süchtig nach diesem Nachrichtenzyklus zu sein", so Psychotherapeutin Heather Kent gegenüber HuffPost.

Um negative Auswirkungen zu vermeiden, rät sie, den Nachrichtenkonsum auf ein- bis zweimal pro Tag beschränken. Am besten sei es laut Kent, wenn man versucht, die Nachrichten morgens und abends zu konsumieren und nicht über den Tag verteilt.

 

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