Mehr Lifestyle pro m²

Einkaufs- und Kulturangebote an jeder Ecke, gut erreichbare Anlaufstellen: Das Leben in der Stadt bietet viel, doch im Bezug auf den Lebensraum meist wenig. Kleine Wohnungen erfordern daher durchdachte Wohnkonzepte, für die man den Hausstand allerdings zunächst radikal überprüfen muss.

"Kleine Räume und Anwesen disziplinieren den Verstand, große schwächen ihn", soll Leonardo da Vinci dereinst gesagt haben. Was er dabei unter klein verstand, ist jedoch nicht überliefert. Wenn man das Gefühl hat, in einer zu kleinen Wohnung zu leben, muss das allerdings nicht zwangsläufig mit der Quadratmeteranzahl der Wohnung zusammenhängen.

Vielmehr ist für die gefühlte Größe der Wohnung entscheidend, mit wie vielen Personen man sie teilt. Auch Platzprobleme müssen sich nicht auf die gesamte Wohnung beziehen, sondern beschränken sich möglicherweise auf das Fehlen eines zusätzlichen (Stau-)Raums.

Wenn Sie mehr aus dem zu Verfügung stehenden Wohnraum herausholen möchten, sollten Sie zunächst ihr Hab und Gut sichten und sich ganz ehrlich fragen, was Sie davon tatsächlich noch brauchen. Wer sich von Dingen trennt, die seit längerer Zeit unbeachtet herumstehen oder vielleicht sogar noch immer in den Umzugskartons verstaut sind, wird schnell ohne Chaos leben.

Als nächstes sollten Sie überprüfen, ob Sie den zur Verfügung stehenden Raum tatsächlich optimal nutzen. Nischen sollten dabei nicht vernachlässigt werden, können in diesen doch Bücherregale oder sogar ein kleiner Arbeitstisch untergebracht werden. Wenn Sie vor der Nische einen Vorhang anbringen, können Sie dahinter sogar Wäscheregal oder ähnliches verstecken.

Mehr Anregungen finden Sie auf Seite 2.

Mandleberg, Hilary: Wohnen in der Stadt – Mehr Lifestyle pro m²
Callwey
€ 30,80.-

Hilary Mandleberg lebt als Redakteurin und Schriftstellerin in London. Sie ist Autorin für verschiedene Zeitschriften und hat mehrere Bücher zum Bereich Interior veröffentlicht.

Platz sparen lässt sich sogar bei größeren Haushaltsgeräten. Wer sich statt einem Kühlschrank und einer Gefriertruhe eine Kühl-Gefrier-Kombination oder statt einer Waschmaschine und einem Trockner einen Waschtrockner kauft, spart Stellplatz für Geräte in der Wohnung.


Funktionsbereiche und Multitasking


Arbeitszimmer gut und schön, doch wenn Sie sich nur ein Mal im Monat darin aufhalten, genügen eigentlich auch ein kleiner Tisch, ein Klappstuhl und eine Ablagefläche. Mehr Wohnraum können Sie auch durch die Nutzung toter Räume, wie beispielsweise dem Flur, schaffen. Unter Umständen lässt sich in diesem ja Regale oder ein Kästen unterbringen, die als Stauraum genutzt werden können.

Reicht die Belebung bisher ungenutzter Räume nicht aus, sollten Sie sich fragen, ob Sie einige Zimmer nicht vielleicht zwei Funktionen übernehmen können. Statt einem Esszimmer genügt vielleicht auch eine Ecke in der Küche und vielleicht lässt sich das Schlafzimmer tagsüber ja auch als Büro nutzen?

Mehr Lifestyle pro Quadratmeter


Weitere Ideen für Raumlösungen für winzige Apartments und kleine Stadtwohnungen stellt Hilary Mandleberg in ihrem Ratgeber "Wohnen in der Stadt - mehr Lifestyle pro m2" vor. Neben Fallbeispiele und praktischen Ratschlägen enthält das Buch einen Vielzahl von Checklisten. Diese sowie die zum Teil leicht in die Tat umsetzbaren Tipps für den optimalen Umgang mit beschränktem Wohnraum, machen Wohnen in der Stadt zu einem Ratgeber, von dem man sich immer wieder gerne inspirieren lässt.

 

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