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Mehr als "nur Kopfweh"

Das Leben mit chronischer Migräne ist tückisch und belastend. Wir beleuchten die Hintergründe und haben Tipps für Betroffene.

Ein schmerzender Kopf dank Wetterfühligkeit, während der Periode oder als Ergebnis von zu wenig Flüssigkeitszufuhr– kaum jemand kennt sie nicht, die unterschiedlichen Arten von Kopfschmerzen. Was viele aber nicht wissen: Es gibt über 300 Kopfschmerzarten. Eine davon ist die Migräne und auch hier gibt es je nach Form und Schweregrad große Unterschiede. Doch ab wann spricht man von Chronischer Migräne und wie wirkt sich diese auf das Leben von Patient*innen aus?

Um diesen und weiteren Fragen auf den Grund zu gehen, hat AbbVie Österreich in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut INTEGRAL sowie der SelbsthilfegruppeKopfweh eine quantitative Online-Umfrage von Migräne-Patient*innen veranlasst. Das Ziel: Informationen über das Leben mit der Krankheit zu sammeln.

Abbvie Migräne

Was ist Chronische Migräne und wie äußert sie sich?

Knapp jede*r zehnte Österreicher*in ist von Migräne betroffen. Dennoch ist vielen Menschen Migräne als eigenständige Krankheit, die sich von anderen Kopfschmerzarten deutlich abhebt, noch unbekannt. Starke Kopfschmerzen sind das Leitsymptom der Migräne, aber auch weitere, äußerst einschränkende Symptome treten auf. So unterscheidet sich die Migräne von „normalem“ Kopfschmerz durch eine erhöhte Intensität der Schmerzen, vor allem bei körperlicher Anstrengung, wie beim Treppensteigen oder beim einfachen Bücken. Pulsierende oder pochende Schmerzen des Kopfes begleiten die Betroffenen, Übelkeit und/oder Erbrechen, Licht-, Lärm- sowie Temperaturempfindlichkeiten schränken sie weiter ein.
Die Umfrageergebnisse zeigen: Schmerzen, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit sind die ersten Assoziationen von Migräne-Patient*innen zu ihrer Erkrankung. Dazu kommen Beschreibungen wie „kräfteraubend“, „einschränkend“ und „unangenehm“. Zudem gibt jede*r Zweite*r an, sich aufgrund der Migräne frustriert oder hilflos zu fühlen. Außerdem empfinden Betroffene ein starkes Ruhebedürfnis: 9 von 10 Befragten überkommt bei einer Kopfschmerzattacke der Wunsch, sich hinzulegen. 43 % der Teilnehmer*innen gaben an, innerhalb der letzten vier Wochen mindestens einmal zu erschöpft gewesen zu sein, um zu arbeiten. Somit beeinflusst die Migräne bei einem Großteil der Befragten (78 %) auch das Berufsleben oder die schulische Laufbahn.

Eine Migräne tritt üblicherweise in gut voneinander abgrenzbaren Kopfschmerzattacken, den sogenannten Episoden auf. Werden diese Attacken immer häufiger, kann aus einer Episodischen Migräne eine Chronische Migräne werden. Expert*innen nennen drei Parameter, an denen sich eine Chronische Migräne erkennen lässt. Alle drei Faktoren müssen dabei gegeben sein:

  1. Betroffene erleben an mindestens 15 Tagen im Monat Kopfschmerzen.
  2. Mindestens 8 Tage im Monat sind von migräneartigen Kopf- schmerzen, welche von typischen Symptomen begleitet werden, gezeichnet.
  3. Die Angaben beziehen sich auf einen Zeitraum von über drei Monaten.
Grafik Auswirkungen von Migräne auf Lebensqualität

Ein Tool, das die Beeinträchtigung der Lebenqualität von Patient*innen mit Migräne misst, ist der sogenannte Headache-Impact-Test (HIT). Er besteht aus 6 Fragen, die den Einfluss der Migräne in Bezug auf die Arbeit bzw. die Schule, auf Zuhause oder auf die Freizeit messen. Die Fragen werden dabei auf einer Skala von 1-5 in Punkten beantwortet, sodass ein Wert entsteht, der in Prozent umgerechnet werden kann. Je höher der angegebene Prozentsatz ausfällt, desto höher ist die Einschränkung der Patient*innen durch die Migräne im alltäglichen Leben. Die Umfrage ergab, dass 87 % der chronischen Migräniker einen schweren Impact auf ihre Lebensqualität erleben.

Das Dilemma von Stress und Unverständnis

Die Ursachen für Migräne sind noch nicht eindeutig geklärt. Man geht von einem Schmerzsyndrom aus, das durch mehrere Faktoren ausgelöst wird und an dem Gehirn, Nerven und Gefäße beteiligt sind. Vor allem privater und beruflicher Stress (sowohl positiver als auch negativer), sowie körperliches Unwohlsein werden als Trigger für Kopfschmerzattacken in der Umfrage genannt. 83 % der Befragten, die an Chronischer Migräne leiden, meiden daher oft Situationen wie Ausgehen am Abend oder Urlaubsreisen, die eine solche Attacke auslösen könnten.

Wenn Menschen behaupten, sie hätten Migräne, weil das Wetter schlecht ist, ist das ein Irrtum. Der Körper greift, wenn es ihm nicht gut geht, auf seine Schwachstellen zurück. Bei einer Wetterfühligkeit kann das der Kopf sein, aber auch der Bauch. Migräne ist de facto aber eine Diagnose der/des Neurolog*in, externe Faktoren spielen dafür keine Rolle“, so Christa Katerl, selbst Migräne-Patientin und Gründerin der Selbsthilfegruppe Kopfweh.

Grafik Auswirkungen Migräne Berufsleben

Migräne bedeutet für viele Patient*innen aber auch eine Dauerbelastung, da die Angst vor der nächsten Attacke omnipräsent ist. „Ein weiterer Stressfaktor für Betroffene ist das Gefühl, nicht 100%ig funktionieren zu können. Patient*innen treffen zudem oftmals auf Unverständnis im eigenen Umfeld, da die Erkrankung leider viel zu selten ernst genommen wird“, erklärt Christa Katerl. Einblicke, die sich auch mit den Ergebnissen der Patient*innenumfrage decken: So gab nur knapp die Hälfte aller Befragten an, offen mit ihrer Familie über die Erkrankung sprechen zu können. Weiters äußerte jede*r fünfte Befragte*r, dass das Leben in der Familie durch die chronische Migräne stark eingeschränkt wird.

Die Krankheit als ständige Begleiterin

Chronische Migräne bedeutet, dass die Erkrankung nicht heilbar, aber gut behandelbar ist. Einen wichtigen Pfeiler in jeder Therapie stellt die medikamentöse Behandlung dar. Neben dem richtigen Medikament spielt auch das Abschalten können eine entscheidende Rolle. Katerl empfiehlt: „Wichtig ist, etwas zu finden, das einem gut tut und Entspannung schenkt. Das kann ein regelmäßiger Spaziergang sein, eine Yoga-Einheit oder auch das Entfernen von seelischem Ballast“. Zu den nicht-medikamentösen Behandlungen zählt aber auch eine Lebensstilanpassung. Patient*innen profitieren von einem regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus und geregelten Essenszeiten. „Chronisch bedeutet aber auch, dass regelmäßige Kontrolltermine und Abstimmungen mit den behandelnden Ärzt*innen unerlässlich sind. Wichtig ist, eine*n Ärzt*in des Vertrauens zu haben, mit der/dem man offen über seine Therapiewünsche sprechen kann“, führt Katerl weiter aus.

AbbVie Migräne

Die Umfrage zeigt, dass knapp die Hälfte aller Befragten Schwierigkeiten hat, eine*n kompetente*n Fachärzt*in für (chronische) Migräne zu finden. Die Gründe, diese aufzusuchen, sind meist akut: 52 % gehen zur Ärztin oder zum Arz, wenn die Schmerzen schlimmer werden, 34 %, um sich ein Rezept gegen Schmerzen ausstellen zu lassen. Besonders bedenklich: Ein gutes Viertel (26 %) der Befragten gibt an, trotz der Diagnose keine Medikamente einzunehmen.

Hilfe zur Selbsthilfe

23 % der Befragten haben von ihren Ärzt*innen Informationsmaterial zur Verfügung gestellt bekommen, nur 6 % wurden dabei auf eine Patient*innen-Selbsthilfegruppe aufmerksam gemacht. Die Selbsthilfegruppe Kopfweh etwa steht den Betroffenen sowohl digital als auch physisch zur Seite. Und das wird auch gebraucht – 56 % der Betroffenen von chronischer Migräne gaben an, es wäre sehr oder eher wichtig, sich mit Leidensgenoss*innen auszutauschen. Mehr Infos zur Selbsthilfegruppe gibt es hier.

Über AbbVie

AbbVie (NYSE:ABBV) ist ein globales, forschendes BioPharma-Unternehmen mit dem Ziel, neuartige Therapien für einige der komplexesten und schwerwiegendsten Krankheiten der Welt bereitzustellen und die medizinischen Herausforderungen von morgen anzugehen. AbbVie will einen echten Unterschied im Leben von Menschen machen und ist in verschiedenen wichtigen Therapiegebieten tätig: Immunologie, Onkologie, Neurologie, Augenheilkunde, Virologie und Frauengesundheit sowie mit dem Portfolio von Allergan Aesthetics in der medizinischen Ästhetik

Weitere Informationen zum Unternehmen gibt’s unter www.abbvie.at.

 

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