Mehr als die Hälfte der Österreicherinnen sieht Kinder als Karrierebremse

Im Rahmen einer repräsentativen Studie hat Marketagent.com im Auftrag von XING Österreichs ArbeitnehmerInnen gefragt, wie sie den Einfluss von Kindern auf das berufliche Fortkommen bewerten.

Stellen Kinder und Karriere für Österreichs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Widerspruch dar, oder lassen sich der Familiennachwuchs mit der Karriereleiter für sie durchaus miteinander vereinen? Im Rahmen einer repräsentativen Studie hat Marketagent.com im Auftrag von XING Österreichs ArbeitnehmerInnen gefragt, wie sie den Einfluss von Kindern auf das berufliche Fortkommen bewerten.

Viele Österreicher glauben, dass sie durch Kinder beruflich zurückstecken müssen


Vier von zehn ÖsterreicherInnen (40 Prozent) sind der Meinung, dass Kinder einen eher negativen oder sehr negativen Einfluss auf die persönlichen Karrieremöglichkeiten haben. Lediglich rund ein Viertel der Befragten (25 Prozent) findet, dass Kinder die eigene Karriere positiv beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen auch, dass bei der Einschätzung, ob Kinder für Unsicherheit in der Karriereplanung sorgen, starke Unterschiede zwischen Männern und Frauen herrschen: Während 28 Prozent der Arbeitnehmer Kinder als hinderlich für die eigene Karriere sehen, haben 54 Prozent der befragten Arbeitnehmerinnen angegeben, Kinder als Karrierebremse zu empfinden. Ähnlich sorgenvoll sieht dies die jüngste befragte Gruppe der 18 - 29-Jährigen: hier meint knapp jeder Zweite (48 Prozent) , dass Kinder einen negativen oder sehr negativen Einfluss auf den eigenen Karriereverlauf haben.

Vor allem Vielverdiener halten die Vereinbarkeit von Kind und Karriere für eine Illusion


Die Umfrage zeigt, dass auch die Gehaltsklasse einen Einfluss auf die Einstellung der österreichischen ArbeitnehmerInnen hat: während sich 37 Prozent der österreichischen Normalverdiener (bis unter 2.500 Euro) durch Familiennachwuchs negative Karriereaussichten erwarten, teilen bei der Gruppe der Vielverdiener (über 2.500 Euro) sogar 44 Prozent der Befragten diese Meinung.

Selbstständige sind flexibler, was die Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben angeht


Uneinigkeit über die Auswirkungen von Kindern auf das Berufsleben herrscht zwischen Österreichs Selbstständigen und Angestellten: 43 Prozent der Selbstständigen können sich durchaus vorstellen auch mit Kindern ihre persönliche Karriere voranzutreiben bzw. sehen einen positiven Einfluss von Kindern auf die Karriere. Unter Österreichs Angestellten glauben das nur 20 Prozent. Österreichs Mitglieder der Geschäftsleitung sind Kindern gegenüber am aufgeschlossensten – jeder zweite der befragten GeschäftsführerInnen (50 Prozent) gibt an, dass Kinder den Verlauf der Karriere positiv oder sehr positiv beeinflussen.

 

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