Mattel erntet Kritik für Frida Kahlo-Barbie

Barbie feiert weibliche Heldinnenfiguren und möchte damit neue Vorbilder für junge Mädchen schaffen. Die Idee gefällt aber nicht jedem - und das ist verständlich.

In der Vergangenheit wurde der Barbie-Puppen Hersteller "Mattel" im wieder kritisiert, mit seinen Puppen ein sehr stereotypes und ungesundes Frauenbild zu vermitteln. Die Bemühungen des Konzerns in den letzten Jahren zeigen, dass man auch bei "Mattel" endlich erkannt hat, dass ein diverseres Frauenbilder nicht nur für die Erziehung und das Weltbild von Kindern wichtig ist - sondern auch mehr Geld in die Kassen spielt.

#morerolemodels: Frida Kahlo und Amelia Earhart als Barbie-Puppen

Es ist also nur wenig verwunderlich, dass der Spielwarenkonzern die Gunst der Stunde am Frauentag (08. März) nutzte, um eine neue Barbie-Kollektion mit dem Motto "weibliche Vorbilder" (#morerolemodels) herauszubringen.

Die neuen Barbies feiern inspierende Frauen aus der Weltgeschichte und sollen besonders jungen Mädchen neue weibliche Vorbilder näherbringen: Egal ob Aktivistin und Künstlerin Frida Kahlo, Weltraum-Expertin Katherine Johnson (bekannt aus dem Film "Hidden Figures") oder Flugpionierin Amelia Earhart - alle von ihnen sind in der neuen Serie vertreten und demnächst im Spielwarenhandel zu kaufen.

Salma Hayek: "Frida Kahlo hätte nie eine Barbie-Puppe sein wollen"

Obwohl die Bemühungen des Konzerns zu begrüßen sind, regte sich kurz nach der Veröffentlichung auch Widerstand gegenüber der Idee. So kritisierte Hollywood-Schauspielerin Salma Hayek, dass es nie Frida Kahlos Wunsch entsprochen hätte, als Barbie-Puppe herausgebracht zu werden.

"Frida Kahlo hat nie versucht, wie andere zu sein oder auszusehen. Sie hat Einzigartigkeit gefeiert. Wie konnten sie aus ihr eine Barbie-Puppe machen?", kritisierte die Mexikanerin vergangene Woche scharf.

"Mattel" hat indes auf die Kritik in den sozialen Medien reagiert und erklärte in einem Statement, dass man während des Schaffensprozesses bereits eng mit der "Frida Kahlo Corporation" kooperiert hatte.

"[Mattel] feiert den ideologischen Beitrag Frida Kahlos, der über die Grenzen der Kunst hinausging und eine nun eine neue Generation als weltweite Ikone in Form einer Frida Kahlo Barbie inspirieren wird. Sie wird die Essenz von Barbie und das Erbe Frida Kahlo nachhaltig bewahren", so der Konzern.

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