Matt McGorry: Gewichtheber - Schauspieler - Feminist

Sexy, intelligent, humorvoll. Der junge Amerikaner begeistert uns diese Woche mit seinen offenen Aussagen rund um Gleichberechtigung.

Die Suche nach unserem Hawara der Woche, hat sich in den letzten Wochen zugegebermaßen als schwieriger erwiesen, als anfangs gedacht.
Meist drängten sich während unserer Rechereche im Netz, unweigerlich Namen wie "Donald Trump" oder "der traurige Opa aus der Edeka-Werbung" auf, die leider nicht wirklich unseren Hawara-Kriterien entsprachen.

Da kam uns Matt McGorry wie gerufen, als wir ihn Anfang der Woche unter den Anwärtern auf den "Feminist Celebrity of The Year" Award fanden.

Früher Gewichte heben, jetzt lieber schauspielen

Auch wenn Sie seinen Namen vielleicht noch nicht kennen, sein Gesicht wird Ihnen bestimmt bekannt vorkommen:
Der ehemalige Gewichtheber und Personal-Trainer wurde im Laufe der letzten zwei Jahre mit seinen Rollen in den erfolgreichen US-Serien "How To Get Away With Murder" und "Orange Is the New Black" einem großen Publikum bekannt.

Nun wurde er gemeinsam mit Jennifer Lawrence, Amy Schumer oder Aziz Ansari (Hawara der vergangenen Woche) für den "Feminist Celebrity of The Year" Award nominiert und könnte so der erste weiße Mann sein, der diesen Preis abstaubt.

Was ihn für diesen Preis auszeichnet ist sein großes Engagement für Gleichberechtigung und die feministische Bewegung, das er in den letzten Monaten verstärkt auf Twitter und Facebook propagierte. So schreibt er etwa:

Es ist mir peinlich zugeben zu müssen, dass ich erst kürzlich die EIGENTLICHE Bedeutung von ‚Feminismus‘ herausgefunden habe. Ich glaube an die Gleichberechtigung der Geschlechter. Feminist sein geht für Frauen UND Männer. ICH BIN EIN FEMINIST.
von Matt McGorry

Warum wir ihn lieben?

Weil er offen für Frauenrechte eintritt und auch überhaupt kein Problem damit hat, sich als Feminist zu bezeichnen. Im Gegenteil - in einem Interview gab er zu:
"Ich habe Sheryl Sandbergs Buch 'Lean In' gelesen und schlussendlich endete mein Abend damit, dass ich Emma Watsons UN-Speech über Frauenrechte anhörte und zu heulen begann."

Viele Aspekte feministischen Denkens, vor denen seine Kollegen Angst haben sie anzusprechen (weil "unmännlich"), spricht Matt so offen an, als würde es um die Analyse eines (Achtung Klischee!) American-Football-Spiel gehen.

In einem Interview wurde er kürzlich gefragt:
"Hast du nicht das Gefühl du belügst deine Fans, wenn du dich im Fernsehen als gestandener Mann gibst und dich im 'wahren Leben' als Feminist bezeichnest?"
Worauf er antwortete: "Nein ich denke, dass all diese Dinge - also typisch männliche Attribute zu haben - mich nicht davon ausschließen für Geschlechtergleichheit einzustehen."

Matt McGorry im Video über Feminismus

 

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