Maskenpflicht: So pflegst du deine Haut unter der Gesichtsmaske

Das Tragen einer Gesichtsmaske fühlt sich (noch) komisch an. Nach den ersten Erfahrungen haben viele bemerkt: Darunter schwitzt man ganz schön und die Haut wird schlechter.

Frau mit Gesichtsmaske zu Hause

Spätestens wenn man einmal über eine Stunde mit Gesichtsmaske im Supermarkt oder Baumarkt verbracht hat, fragt man sich: Wie können Menschen in systemerhaltenden Jobs das aushalten? Man hat das Gefühl, die Haut wird durch die feuchte Atemluft, die man sich unter der Maske ständig selbst ins Gesicht bläst, rot, picklig und wund. Wir haben den Wiener Hautarzt Babak Adib (hautarzt-1050-wien.at) gefragt, was wir dagegen tun können:

1. Nicht auf die Reinigung vergessen

"Wenn man sich stundenlang selbst anatmet, können sich Bakterien und Schmutz ausbreiten, die in der feuchten Atemluft unter der Maske leichtes Spiel haben. Deshalb sollte die Hautreinigung auch in dieser Zeit nicht zu kurz kommen. Dabei aber bitte keine aggressiven Peelings oder Gels verwenden, sondern auf milde Produkte achten", rät Babak Adib. Danach die Haut gut trocknen lassen und eine Hautschutzcreme verwenden. Diese sollte möglichst mild sein. "Eine Hautschutzcreme oder beruhigende Lotion ohne reizende Substanzen oder Alkohol sollte die Haut im Normalfall schnell beruhigen. In schlimmen Fällen kann es auch eine richtige Wundschutzcreme sein, die man auch auf Babypopos schmiert, wenn sie wund werden." In manchen Fällen kann die oberste Hautschicht bereits so angegriffen oder abgeschürft sein, dass nur noch spezielle Wundschutzcremes aus der Apotheke helfen. Dies betrifft aber vor allem Menschen, die die Masken wirklich stundenlang am Stück tragen müssen. Auch leichte Cremes gegen Verbrennungen können wunderbar Feuchtigkeit spenden und Rötungen beruhigen. Frische Luft hilft zusätzlich: Nach dem Tragen der Maske, Reinigung und Pflege sollte man sich frische Luft gönnen. "Beim Spazierengehen auf der Straße braucht man im Normalfall keine Maske", so Adib.

2. Maske regelmäßig wechseln

Hand aufs Herz: Wie oft verwendet ihr eure Masken? Babak Adib vermutet, zu oft: "Ich glaube, dass die Menschen einfach viel zu lange die gleiche Maske verwenden. In der Maske sammeln sich Schmutz und Bakterien von außen, aber auch durch unsere eigene Atemluft beim Ausatmen. Die Maske muss sauber sein und kann nicht zehnTage lang getragen werden." Deshalb die Maske unbedingt regelmäßig wechseln, selbstgenähte Masken gründlich waschen und dabei bitte bedenken: Auch das Waschmittel sollte möglichst natürlich, nicht übermäßig parfümiert oder reizend sein.

3. Komische Stellen ärztlich abklären lassen

Neurodermitiker*innen oder Menschen, die sowieso schon mit Hautproblemen kämpfen, sollten besonders vorsichtig sein: "Man kann vom Tragen der Maske ein Kontaktekzem oder auch zusätzliche Entzündungen bekommen. In diesem Fall können Cortisoncremes helfen", empfiehlt Adib. Aber Achtung: Wer durch zu viel Hautpflege im Homeoffice periorale Dermatitis, einen Hautausschlag rund um Mund und Nase, bekommen hat, darf Cortisoncremes absolut nicht verwenden. Daher gilt: Bei starken Hautreaktionen, Rötungen, Ekzemen und wunden Stellen bitte immer zuerst den Hautarzt oder die Hautärztin fragen. Falsche Cremes können Hautprobleme nämlich empfindlich verschlimmern.

 

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