Masken, Winter- & Heizungsluft: 5 Tipps, wie deine Haut das gut übersteht

Der Winter und das Corona-bedingte Maskentragen sind für unsere Haut ein schwieriges Duo. Eine Expertin verrät, was hilft.

Frau mit Mund-Nasen-Schutz vor winterlicher Landschaft

Corona macht es deiner Haut im Moment doppelt schwer: einerseits durch das Maskentragen. Andererseits, weil sich auf deiner Hautoberfläche auch dein Innerstes abzeichnet - Ängste, Unsicherheit und Unzufriedenheit dieser schweren Zeiten spiegeln sich sichtbar wider. Und jetzt kommt auch noch der Winter, der unserer Haut alleine schon genug zu schaffen macht.

Damit nicht alles außer Lot gerät, verrät Hautpflege-Profi und Kosmetikerin Sarah White was zu tun ist, um deiner Haut gut durch diese Zeit zu verhelfen.

Winter und Corona: ein schwieriges Duo

Die Wintermonate waren schon immer eine Geduldsprobe für die Haut. Eisige Kälte und Wind draußen, niedrige Luftfeuchtigkeit durch Heizung innen. Das mag die Haut natürlich nicht und reagiert in der Regel gereizt. Mit Trockenheit, Feuchtigkeitsmangel, Rötungen, in einigen Fällen auch Schuppungen und Entzündungen.

Die schwankenden Temperaturen zwischen Innen und Außen fordern die Blutgefäße, die sich ständig dehnen und zusammenziehen müssen. Erweiterte Äderchen können entstehen, besonders bei Neigung zu Couperose.

Zu allem Übel kommt jetzt auch noch die Maske dazu. Unter dieser staut sich, bedingt durch unseren Atem, die Feuchtigkeit. Dadurch quillt deine Gesichtshaut auf - und noch mehr Feuchtigkeit als sonst kann entweichen. Zusammen mit der Heizungsluft ist ausgetrocknete, unangenehm spannende Haut vorprogrammiert. Hinzu kommt das ständige Auf- und Absetzen der Maske. Herkömmliche Stoffe reiben auf der Haut – das reizt, Rötungen und Schuppungen können sich weiter verschlimmern.

Trägst du deine Maske über mehrere Stunden? Dann wird der Gesichtsschutz zusätzlich zur Brutstätte von Mikroorganismen, Pickel und Unreinheiten entstehen. Wer mit Akne kämpft, wird den Begriff Maskne (Akne durch Maskentragen) vielleicht schon kennen.

Das A und O: die Maskenhygiene

Vielleicht merkst du schon - in dieser kalten Jahreszeit braucht deine Haut etwas mehr Aufmerksamkeit als sonst. Auch wenn du Wind und Wetter nicht beeinflussen kannst – eine gute Maskenhygiene liegt in deiner Hand. Und damit kannst du schon den Großteil der Auswirkungen auf deiner Haut beeinflussen.

Diese 5 Tipps helfen dir dabei:

1. Maskentausch

Trägst du deine Maske über viele Stunden? Dann macht es Sinn, sie spätestens alle 2 Stunden durch eine Ersatzmaske zu tauschen. Am besten hast du immer mehrere Wechselmasken dabei – während du Eine trägst, können die Anderen in Ruhe trocknen. Mit einer trockenen Maske quillt deine Haut nicht so stark auf, weniger Feuchtigkeit kann entweichen.

2. Masken aus Seide

Achte auf das Material deiner Masken. Standard-Gesichtsmasken sind oft aus rauen, nicht besonders atmungsaktiven Stoffen hergestellt. Anders ist das bei Seide – die feine Textur reibt wenig auf der Haut und ermöglicht einen guten Luftaustausch. Seide ist bekannt dafür, Feuchtigkeit auf der Haut zu bewahren – deshalb ist dieses Material für eine Gesichtsmaske besonders gut geeignet. Und fühlt sich nebenbei auch noch ziemlich luxuriös an.

3. Die Hautreinigung

Reinige dein Gesicht 2x täglich - das ist wichtig, um eine Verbreitung von Mikroorganismen zu verhindern und die sogenannte Maskne zu minimieren. Dabei sollte deine Reinigung so sanft wie möglich sein, um die Haut nicht noch weiter zu reizen. Verzichte auf Sulfate und wähle sanfte Tenside. Besonders mild sind Reinigungsöle und Mizellenwasser.

4. Winterhaut unterstützen

Unterstütze deine Haut mit zusätzlicher Feuchtigkeit, zum Beispiel mit einem guten Hyaluronserum. Da die Talgdrüsen weniger schützende Fette produzieren, kannst du auch eine etwas reichhaltigere Creme als sonst verwenden. Trage immer zuerst das leichte, dann das reichhaltigere Produkt auf. So wird die Feuchtigkeit gut in die Haut eingeschlossen.

5. Hautschutz aufbauen

Mach deine Haut widerstandsfähiger! Ein intakter Hautschutzmantel ist der beste Schutz vor äußeren Einflüssen. Perfekt dafür sind Inhaltsstoffe, die den natürlichen Hydro-Lipidmantel gezielt unterstützen: dazu zählen insbesondere hautidentische Inhaltsstoffe wie Ceramide, Phospholide, Lecithin, Linolsäure und ähnliche.

Tu deiner Seele Gutes

Zum Schluss eine wichtige Empfehlung: vergiss dein Wohlbefinden nicht. Psychische Belastungen durch Corona zeigen sich auch auf deiner Haut – zum Beispiel durch eine Veränderung des Hormongleichgewichts. Nimm dir bewusst Zeit für Dinge, die dir guttun und dich entspannen. Gehe spazieren, mache Achtsamkeitsübungen oder meditiere. Schon kleine Rituale können eine große Veränderung bewirken. (>>> mehr dazu hier!)

Sarah White

Gastautorin Sarah White

Sarah White ist erfolgreiche Kosmetikunternehmerin, Kosmetikerin und Beauty Managerin (IHK). Durch ihre Tätigkeit als internationale Trainerin für die Kosmetikbranche verfügt sie über umfassendes Know-How. Sie ist Gründerin der Marke iluqua.

 

Aktuell