Mark Zuckerberg entfacht Debatte übers Impfen

Damit hatte der Facebook-CEO sicher nicht gerechnet, als er ein Foto seiner Tochter postete, bevor sie geimpft wurde. Die Impfgegner laufen Sturm.

"Arztbesuch – Zeit für Impfungen" - diese Worte schreibt der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg neben ein Foto, das ihn mit seiner Tochter Max beim Arzt zeigt. Eigentlich recht harmlos, oder? Nicht so für tausende ImpfgegnerInnen, die derzeit die Seite des jungen Vaters zuspammen. Das Posting hat seit 8. Jänner mehr als 3,1 Millionen Likes und über 72.000 Kommentare erhalten. Viele davon drehen sich um die angeblichen Gefahren des Impfens.

Doch Zuckerberg bekommt auch viel Zuspruch für seinen positiven Zugang zum Impfen. Ein User schreibt etwa: "Danke dafür, dass Sie machen, was richtig ist und dafür, dass sie allen anderen zeigen, dass es auch für sie das Richtige ist." Und: "Viele Leute setzen ihre Kinder einem gefährlichen Risiko aus, weil sie unbegründete Ängste vor Impfungen und Autismus haben." Der besagte User selbst habe einen autistischen Sohn - und könne nicht verstehen, wie manche behaupten, dass Impfungen zu Autismus führen können. Wissenschaftliche Grundlagen dafür gibt es jedenfalls keine.

Warnungen der WHO


Die Weltgesundheitsorganisation warnt regelmäßig davor, dass es nicht genug Masernimpfungen gibt. Fast 650.000 Kinder in der Europäischen Region erhalten die erste Dosis des Masern-Impfstoffes nicht. In einem Bericht schreibt die Organisation: "Das Konzept der kollektiven Immunität kann Eltern ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln und sie dann dazu bewegen, Impfungen auszulassen. Dieses Muster verringert nicht nur die Wirksamkeit der kollektiven Immunität. Jedes nicht geimpfte Kind erhöht auch das Risiko, dass sich die betreffenden ansteckenden Krankheiten ausbreiten können."

 

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