Marion Cotillard will keine Feministin sein

Während derzeit in Hollywood fast alle Schauspielerinnen für bessere Bezahlung und gegen Sexismus auf die Barrikaden gehen, leistet sich die französische Schauspielerin eine fragwürdige Aussage.

Die französische Schauspielerin Marion Cotillard spielte in bereits über 40 Filmen mit und gewann unter anderem den Oscar für die beste Schauspielerin, als sie die berühmte Sängerin und Ikone Edith Piaf in "La Vie en Rose" mimte.

Jetzt kommt ein weiterer Titel dazu: Anti-Feministin. In einem aktuellen Interview mit dem Porter Magazin, macht sie kein Geheimnis daraus, was sie von Feminismus in der Filmbranche hält - nämlich gar nichts.

Bezogen auf die Debatte, dass es zu wenige weibliche Regisseurinnen beim Filmfestival in Cannes gab, sagt sie: "Beim Filmemachen geht es nicht ums Geschlecht. Du kannst einem Festivalpräsidenten nicht sagen, er solle fünf Filme von Regisseurinnen und fünf von Regisseuren zeigen. Für mich erzeugt das nicht Gleichberechtigung, sondern Trennung. Ich sehe mich selbst nicht als Feministin." Und sie fügt noch hinzu: "Im Wort Feminismus steckt so viel Trennung."

Dass ein Widerspruch zwischen Gleichberechtigung und Trennung steckt, schien der Schauspielerin nicht aufzufallen. Auch nicht, dass ihre nächste Aussage eigentlich feministisch ist: "Wir müssen für Frauenrechte kämpfen."

Wir fragen uns, ob jetzt ein Statement à la "Meine Zitate wurden aus dem Kontext gerissen" nachfolgt.

 

Aktuell