Männer faken Überstunden häufiger als Frauen

Nicht jeder, der behauptet, er arbeitet 60 bis 80 Stunden pro Woche, macht das auch. Wie eine Studie aus Boston nun herausgefunden hat, tut ein Drittel der Männer nur so, als ob. Frauen hingegen bleiben eher bei der Wahrheit.

Wenn Ihnen das nächte Mal jemand erzählt, dass er 60 bis 80 Stunden pro Woche arbeitet, dann haben Sie jeden Grund misstrauisch zu sein. Bei einer Studie der Universität Boston kam nämlich heraus, dass jeder Dritte nur so tut als ob und in Wahrheit dem Arbeitgeber seine Freizeit als Arbeitszeit verkauft. Und dass, ohne dass dieser je Verdacht schöpfen würden, im Gegenteil: Die Blender bekommen denselben Respekt für ihre "geleistete" Arbeit wie jene, die tatsächlich so viel Zeit in den Job stecken.

Frauen sind in Bezug auf die tatsächlich geleistete Arbeit wesentlich ehrlicher als die männlichen Kollegen. Nur 11 Prozent geben im Nachhinein Mehrarbeit überhaupt an, 44 Prozent sagen ehrlich, wenn Sie ihr vorgegebenes Pensum einmal nicht abgearbeitet haben. Die Erklärung, die dazu geliefert wird: Bei Frauen wird mehr Familienarbeit vorausgesetzt und deswegen fällt es schwerer, Freizeit als Arbeitszeit zu verschleiern.

Durchgeführt wurde die Umfrage bei einem US-Consultingunternehmens, das für lange Arbeitszeiten und ständige Erreichbarkeit der Mitarbeiter bekannt ist.

 

Aktuell