Macht euch eure Beziehung unsicher und nervös?

Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch zu viele Sorgen macht und Ängste habt, verlassen zu werden?

Macht euch eure Beziehung unsicher und nervös?

Immer mehr Menschen kämpfen in der heutigen Zeit mit Angstzuständen oder Anxiety. Schlägt man eine Tageszeitung auf, dann ist das eigentlich auch kein Wunder. Diese Angstzustände können in alle Bereiche unseres Lebens dringen, auch in unsere Beziehungen und uns mit Gefühlen plagen, die wir ansonsten vielleicht nicht zuordnen hätten können.

Bei vielen Menschen tritt Angst im Zusammenhang mit einer Beziehung vor allem zu Beginn auf, wenn man sich nicht sicher ist, was die andere Person fühlt. Andererseits leiden manche Menschen unter anhaltender Beziehungs-Anxiety, wenn sie ein geringes Selbstwertgefühl oder eine negative Selbsteinschätzung haben. Sie rechnen quasi immer damit, dass ihnen etwas Schlimmes passiert, die zweite Person keine Lust mehr hat und sie verlässt. Du erkennst dich darin wieder? Dann lies weiter! Wir haben noch mehr Infos zu Beziehungs-Anxiety.

Angst und Stress

"Der Begriff 'Angst' kann für verschiedene Menschen unterschiedliche Bedeutungen haben. Sie reichen von Nervosität oder Unruhe bis hin zur klinischen Diagnose einer Angststörung", erklärt Laura Vowels, Sexualtherapeutin bei der Sexualtherapie-App Blueheart. "Innerhalb einer Beziehung bedeutet dieser Sammelbegriff daher auch für jeden etwas anderes, aber meistens wird er verwendet, um zu beschreiben, wie ängstlich oder nervös man sich in Bezug auf den Status der Beziehung fühlt."

Aber wie beeinflusst diese Angst und dieses Gefühl deine Beziehung? Beziehungsangst kann sich in bestimmten Verhaltensweisen äußern, z. B., indem man ständig um Bestätigung bittet oder versucht, so viel Zeit wie möglich mit dem*der Partner*in zu verbringen. Andererseits können man auch auf Beziehungs-Anxiety reagieren, indem man Partner*innen vorsorglich wegstoßt oder zurückweist, weil man glauben, dass die Gefühle nicht erwidert werden. Manche Beziehungen gehen deswegen in die Brüche, weil man durch diese Mechanismen eine unangenehme Dynamik erzeugt.

Seid ihr betroffen?

Aber wie könnt ihr erkennen, dass ihr unter Beziehungs-Anxiety leidet und vielleicht dadurch eure Beziehung manipuliert?

  • Ihr stellt euch vor, wie Dinge schief gehen: Diese negative Denkweise wird immer negative Emotionen hervorrufen. Die meisten negativen Gedanken beruhen auf Annahmen ohne Hintergrund oder einschränkenden Überzeugungen.
  • Ihr tut euch schwer damit, den Moment zu genießen: Angst hindert daran, das volle Potenzial auszuschöpfen und den Moment zu genießen. Wenn es jemals etwas gibt, das die Fähigkeit, präsent zu sein, blockiert, dann ist es Angst.
  • Ihr führt negative Selbstgespräche: Unsicherheit kommt häufig weniger von den Dingen, die ihr laut aussprecht als von denen, die man sich selbst über den Tag verteilt in Gedanken sagt. Vor allem, wenn es darum geht seinen Selbstwert selbst herunterzusetzen.
  • Ihr seid unsicher, was ihr wollt oder braucht: Viele Menschen vernachlässigen, was sie brauchen und wollen, weil sie Angst haben, sich verletzlich zu machen und abgewiesen zu werden, wenn sie ihr Bedürfnisse äußern.

Was kann man dagegen tun?

Was könnt ihr gegen Beziehungs-Ängste tun? Wenn einer dieser Punkte auf euch zutrifft, besteht die Möglichkeit, dass ihr in eurer Beziehung unter Ängsten leidet. Aber ihr solltet wissen, dass ihr das nicht allein durchstehen müsst. "Das Beste und Wichtigste, was ihr machen solltet, ist, mit eurem Partner zu sprechen", erklärt Laura Vowels. "Offen über eure Gefühle zu sprechen, kann dabei helfen, sie zu bewältigen und die Ursache zu erkennen. Außerdem kann eure Partner*in so besser verstehen, wie ihr euch fühlt, und hat so eine viel bessere Chance, euch zu unterstützen."

 

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