Macho-Spruch von Armin Assinger sorgt für Aufregung

Armin Assinger leistete sich bei der Hahnenkamm-Abfahrt eine Macho-Spruch, der weder als Schmäh noch als Hoppala davonkommt.

Die Hahnenkamm-Rennen gehören für österreichische Skifans quasi zum Nationalgut. Kein Rennen - mit Ausnahme Schladming - zieht mehr Fans an. Kein Rennen beschert dem ORF höhere Einschaltquoten. Zudem ist es eines der wenigen Rennen, bei dem der ORF auf Ex-ÖSV-Läufer und Millionen-Show Moderator Armin Assinger als Experte an der Seite von Kommentator Oliver Polzer zurückgreift.

Assinger: "Das ist jetzt vielleicht chauvinistisch"

Assinger, selbst einst wenig erfolgreich im Weltcup unterwegs, hat über die letzten Jahre hinweg nur wenig an seinem Stil als Kommentator verändert: Markige, mit Emotion vollgepackte Sprüche, in denen er im Minutentakt die Schwierigkeit der Strecke und den Mut der Athleten in den Mittelpunkt stellt - dabei hätte er es auch 2017 belassen sollen.

Der 52-Jährige lieferte während der Live-Übertragung des Rennens einen Spruch ab, der weder als "Schmäh" noch als Hoppala davonkommt. Im Dialog mit ORF-Mann Polzer, der erklärte, dass einst auch ÖSV-Athletin Michaela Dorfmeister gern die Streif runtergefahren wäre, antwortete Assinger mit einem sarkastischen Unterton: "Ja, schick sie nur alle rauf, die da fahren wollen", ehe er noch nachschickte: "Das ist jetzt vielleicht chauvinistisch."

Assinger legte noch nach

Diese Erkenntnis hinderte Assinger allerdings nicht, vor einem Millionen-Publikum noch nachzulegen. Als Polzer erklärte, dass auch auf der legendären Rennstrecke einst ein Damenrennen angedacht war, erwiderte Assinger: "Bei Neuschnee vielleicht" und spielte damit wohl darauf an, dass die Damen im Weltcup seiner Ansicht nach nicht mit der perfekt präperierten Piste in Kitzbühel zurecht kämen würden. Erst unlängst äußerte US-Amerikanerin und Seriensiegern Lindsey Vonn den Wunsch, bei den männlichen Kollegen starten zu dürfen. Der internationale Skiverband (FIS) ging darauf allerdings noch nicht ein.

 

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