M.A.C. zeigt Model mit Gesichtshaaren und das Internet hat eine Meinung dazu

Wie schauen Münder in Lippenstiftwerbungen aus? Sie sind voll und formschön und die Haut drum herum ist haarlos und porenfrei. Es sind Kunstmünder und wir sind ihren Anblick gewohnt. Weicht ein Werbesujet von der gewohnten Darstellung ab, sind alle gleich ganz aufgeregt.

M.A.C. hat so ein Foto gepostet. Eigentlich nichts revolutionäres, einfach ein Close-Up eines Mundes, der mit einem Lip Pencil in der Farbe Chestnut geschminkt wird und nicht zu Tode retuschiert wurde. Das merkt man an den kleinen, feinen Gesichtshäärchen über der Oberlippe. "So nah kommen wir der Natur in diesem Jahr wahrscheinlich nicht mehr", scherzt M.A.C. in der Bildunterschrift.

 

So widerstandslos geht das mit der Natürlichkeit in der Werbung freilich nicht. "Was ist mit ihrem Schnauzer?", klagt ein User. "Hättet ihre Schnurrhaare nicht photoshoppen können?", jammert eine andere.

Andere UserInnen feierten die Entscheidung aber. "Ich liebe das Bild, macht weiter so, Natürlichkeit ist das Beste!", jubelt eine Userin. "Diese natürlichen Fotos geben KundInnen auch einen besseren Eindruck des Produktes", denkt eine Userin ganz praktisch. Eine andere wünscht sich mehr "reale Beauty Brands", weil "Niemand ist haarlos!".

Wahre Worte - und dennoch Aufsehen erregend! Erst im Juli 2018 schaffte es eine Werbung für Rasierer in die Schlagzeilen, weil sich die Frauen darin echte Haare wegrasieren und nicht nur mit bestenfalls pinken Rasierern über eh schon haarlos-glatte Haut fahren. (Die WIENERIN berichtete: Endlich gibt es eine Werbung, in der Frauen echte Haare wegrasieren)

Schön langsam dürfte sich auch in der Werbung die Tatsache als breitmachen, dass Frauen tatsächlich Körperbehaarung haben. Und wir finden: Bitte mehr davon!

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