The Look of Love

Porn to be Alive. Sexuell unersättlich, rhetorisch brillant, unternehmerisch visionär: Rotlicht-King Paul Raymond (Steve Coogan) steht mit einem Fuß im Nachtclub und dem anderen im Kriminal. Das Geschäft mit dem Voyeurismus ist nicht legal, dafür aber gewinnbringend. Wenn Sex Business ist, was ist dann Liebe?

Probleme jeglicher Natur spült er mit einem Gläschen Hausmarke-Champagner runter: Porno-Pionier Paul Raymond (Steve Coogan), der "König von Soho". Der Mann, der mit seinem Charisma, aber vor allem mit den nackten Brüsten seiner Striptease-Tänzerinnen ganz London erobert, stammt aus ärmlichen Verhältnissen und wurde 1925 in Liverpool als Geoffrey Quinn geboren.

Sittenwächter und Juristen beißen sich an seinem Genie die Zähne aus. Die Darbietungen unbekleideter Mädchen, mit denen Raymond sein vorwiegend männliches Publikum in "Gamour-Shows" erregt, sind haarscharf an der Grenze zur Legalität. Schon Ende der 50er lässt Raymond in der "Revue-Bar" die Puppen nackig tanzen. Weil Striptease-Darbietungen zu diesem Zeitpunkt verboten waren musste eine Regel gefunden werden, die dieses Gesetz umgeht ohne es zu übertreten. Voila, das war die Geburtsstunde des ersten, privaten Sex-Clubs. Nur für Mitglieder.

Look Love

Ein geschickter Schachzug und der Grundstein zu einem beträchtlichen Vermögen. Dass die Zahl der Mitglieder in ungeahnte Höhen schoss, versteht sich von selbst. Nachdem Raymond durch geschickte Immobilen-Investitionen ganz Soho aufgekauft hat, relauncht er 1971 das Herrenmagazin Men Only. Unter seiner fachmännischen Leitung und mit Hilfe seiner zeigefreudigen Geliebten, der Nackttänzerin Fiona Richmond (Tasmin Egerton) avanciert die Softporno-Postille bald zu Kassenschlager.

Look Love

Als Universalerbin seines Vermögens möchte Raymond seine geliebte Tochter Debbie (Imogen Poots) einsetzen, aber das Früchtchen fällt nicht weit vom Stamm. Debbie fliegt wegen Drogenmissbrauchs vom Elite-Internats und schlägt sofort ihre Zelte in Papas Lotterleben auf. Allerdings hat Debbie von ihrem Vater nur den Hang zum Rausch geerbt, aber keines seiner Talente ...

 

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