Lena Dunham wünscht sich, sie hätte eine Abtreibung gehabt

Das war wohl ein wenig zu viel, liebe Lena. Der "Girls"-Star sorgte mit dieser Aussage über Abtreibungen für einen Shitstorm.

Oops! Mit diesem Satz hat sich die Schauspielerin Lena Dunham ins Aus geschossen. In einer Folge ihres Podcasts, der sich um das Recht auf Abtreibung dreht, rutschte der 30-Jährigen ein Satz raus, den sie lieber nicht hätte sagen sollen.

Eine Abtreibung ist wie ein Ausflug zur Pediküre?


Dunham sprach darüber, wann sie ihr eigenes Stigma über Abtreibungen erkannt hat. Sie wurde damals von einer jungen Frau gefragt, ob sie bei einem Projekt über Frauen, die eine Abtreibung hatten, mitmachen wolle. "Und ich habe damals realisiert, dass selbst ich Abtreibung stigmatisiere", so Dunham. "Sogar ich, die Frau, die sich so wie keine um das Recht der Frau kümmert, wählen zu können, fühlte, dass es wichtig war, die Leute wissen zu lassen, dass ich unbescholten in dieser Sache war."

Und weiter: "Ich bin so stolz, dass diese jungen Frauen den Mut und die Selbsterkenntnis hatten, diesen Schritt zu machen. Für mich war es ein wichtiger Moment zu erkennen, dass ich vieles von dem, was die Gesellschaft über diese Frauen sagt, selbst internalisiert hatte - und dass ich das in den Müll werfen sollte. Heute kann ich sagen, dass ich noch immer keine Abtreibung gehabt habe, aber ich wünschte, ich hätte eine gehabt."

Logischerweise löste Dunham mit dieser unsensiblen Aussage einen Shitstorm im Netz aus:

Dass eine Abtreibung ein nervenaufreibendes, traumatisierendes Erlebnis sein kann, scheint Lena Dunham entgangen zu sein, kritisieren ihre Fans. Eine Abtreibung mache jemanden nicht automatisch mutig oder selbstsicher, so wie Dunham sagt. In einem Land, in dem Frauen noch immer für ihr Abtreibungsrecht kämpfen müssen, sei eine solche Aussage höchstens kontraproduktiv, so die Kritikerinnen. Schließlich muss frau ja selbst keine Abtreibung gehabt haben, um sich solidarisch mit jenen zu zeigen, die sie schon hatten.

Entschuldigung folgte prompt


Mittlerweile hat sich Lena Dunham für ihre "geschmacklose Aussage", wie sie sie nennt, bereits entschuldigt. Sie wollte damit auf keinen Fall Abtreibungen trivialisieren. "Mein einziges Ziel, ist es Bewusstschein zu schaffen und das Stigma zu reduzieren."

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