Lena Dunham ließ sich wegen Endometriose Gebärmutter entfernen

Nach Dunhams jahrelangem und schmerzvollen Kampf gegen die Krankheit führte schließlich kein Weg an einer Hysterektomie vorbei.

Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin Lena Dunham ("Girls") leidet seit Jahren unter Endometriose und hat auch in der Öffentlichkeit daraus kein Geheimnis gemacht. Bei der Krankheit handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der die Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutterhöhle wächst. Schätzungsweise sind 15 Prozent aller Frauen im geschlechtsreifen Alter davon betroffen (mehr zu Endometriose hier).

Bauch voller Blut

In einer Operation fanden Dunhams Ärzte kürzlich heraus, dass sich ihr Zustand aufgrund der Erkrankung weiter verschlechtert hat, wie sie in einem Essay in der amerikanischen Vogue berichtet:

"Zusätzlich zur Endometriose, […] habe ich rückwärtsgerichtete Blutungen, das heißt, durch meine Periode ist mein Bauch voller Blut. Meine Eierstöcke haben sich an die Sakralnerven geheftet, die uns ermöglichen, zu laufen. Lasst uns gar nicht erst über meine Gebärmutterschleimhaut sprechen. Das einzig schöne Detail ist, dass das Organ - was eigentlich wie eine Glühbirne geformt sein soll - aussah, wie ein Herz."

Hysterektomie gegen "unvorstellbare Schmerzen"

Die 31-Jährige traf schließlich die Entscheidung, ihr Leid zu beenden und sich die Gebärmutter in einer so genannten Hysterektomie entfernen zu lassen. Die Entscheidung für eine Hysterektomie traf Dunham schließlich nach "Jahren komplizierter Operationen, die in den zweistelligen Bereich gingen", allein im letzten Jahr sei sie wegen der Erkrankung mehrfach ins Krankenhaus gebracht worden. Das Resultat einer Operation im Mai des Vorjahres seien schließlich "die schlimmsten Schmerzen physischer Natur gewesen, die sie je erlebt hatte".

Auch Versuche, die Endometriose mit alternativer Medizin zu behandeln - etwa mithilfe von Yoga, "Beckenbodentherapie, Massagetherapie, Schmerztherapie, Farbentherapie, Akupunktur" seien nicht wirksam gewesen, berichtet die Schauspielerin.

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Kinder? "Ich habe noch andere Möglichkeiten"

Ihren Kinderwunsch will Dunham, trotz der Entfernung ihrer reproduktiven Organe, trotzdem nicht begraben. Eine Adoption oder Leihmutterschaft seien für sie weiterhin eine mögliche Option.

"Ich mag zuvor gefühlt haben, als hätte ich keine Möglichkeiten, aber ich weiß nun, dass ich sie habe", erklärte sie. "Bald werde ich herausfinden, ob meine Eierstöcke - die sich irgendwo in mir in dieser riesigen Höhle mit Organen und Narbengewebe befinden - immer noch Eizellen haben. Adoption ist eine aufregende Wahrheit, die ich mit all meiner Macht verfolgen werde."

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