Leiden Sie am Bitchy-Resting-Face-Syndrom?

Wirken Sie auf Schnappschüssen grantig, genervt, abweisend? Dann könnten Sie am Bitchy-Resting-Face-Syndrom leiden. Nicht schlimm, denn: Ein freundlicheres Gesicht gibt’s beim Hautarzt.

Wirken Sie auf Schnappschüssen häufig grantig, genervt, leidend oder abweisend? Dann könnten Sie am Bitchy-Resting-Face-Syndrom leiden. Den Ausdruck gibt es in den USA seit zwei Jahren. In Österreich nennt man diesen Gesichtsausdruck auch gerne: „Ein fades Aug haben!“. Das ist bis zu einem gewissen Grad auch legitim. Wir sind alle keine Grinsekatzen.

Problematisch wird es erst, wenn der leidende, grantige Gesichtsausdruck weniger mit der Psyche, als mit der Hautalterung zu tun hat.

Hautärztin Dr. Hajnal Kiprov kennt das Problem. Wenn man altert, bilden sich nicht nur Falten, auch das Gewebe sackt ab. Hängende Backen und Mundwinkel, tiefe Zornesfalten oder Furchen neben der Nase lassen uns oft unfreundlicher und abweisender wirken, als wir tatsächlich sind. Man sagt nicht umsonst „Dem oder der ist das Gesicht runtergefallen!“

Inwieweit wir betroffen sind, ist Typsache und liegt auch in den Genen. Frauen mit Stupsnase und rundem, kindlichen Gesicht wirken auch im Alter freundlicher, als solche mit hageren Zügen.

Insofern ist die Aussage, dass unser Aussehen ausschließlich von innen kommt, spricht von unseren positiven Gedanken abhängt, nicht ganz richtig.

Und wenn das Gesicht so gar nicht mehr zu einem selbst passt, ist Hilfe angesagt:

Kiprov steuert dem Prozess mit einer Kombination aus Botox und Unterspritzungen mit Hyaluronsäure gegen.

Denn Botox entlastet die Muskeln und glättet nicht nur die berühmte Zornesfalte, es hebt auch hängende Mundwinkeln, oder richtet die Nasenspitze wieder auf. Mit Hyaluronsäure werden dann Falten aufgefüllt, die uns verhärmt und müde aussehen lassen. So wie die tiefen Nasolapialfalten, oder die Falten neben den Mundwinkel, die nach der deutschen Kanzlerin gerne „Merkelfalten“ genannt werden.

Erledigt ist das ganze in wenigen Minuten. Der Schmerzpegel hält sich dank anästhesierender Creme und Eispacks wirklich in Grenzen. Die Kosten beginnen bei einigen hundert Euros aufwärts.

Für eine dauerhafte Wirkung muss aber regelmäßig nachbehandelt werden. Im Idealfall alle zwei bis drei Monate.

Je sanfter man die Eingriffe macht, desto natürlicher das Ergebnis.


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