Lästige Werbanrufe

Ein unbedachtes Wort und schon hat man sich von einem Telefonkeiler einen Vertrag aufschwatzen lassen. Wir stellen Ihnen Tipps vor, mit denen Ihnen das nicht mehr passiert.

Am besten schützt man sich vor Telefonkeilern, wenn man das Gespräch abbricht, bevor es beginnt und sich lediglich nach dem Namen des Unternehmens erkundigt. Gelingt Ihnen das nicht, sollten Sie bei unerwünschten Werbanrufen, dem so genannten Cold Calling, im weiteren Gesprächsverlauf besonders aufmerksam sein und keine Fragen mit "Ja" beantworten. Das gilt auch für scheinbar harmlose Fragen wie etwa "Wollen Sie weitere Informationen, günstiger telefonieren usw.". Beantworten Sie diese Frage mit "Ja", könnte ein unseriöser Anbieter dies als Vertragsabschlusswillen deuten. Manche Telefonmarketing-Unternehmen zeichnen die Gespräche zudem zum späteren Beweis auf.

In den Tagen nach dem Anruf sollten Sie auf Postzusendungen achten. Oft informieren Unternehmen auf diesem Weg über (angeblich) am Telefon abgeschlossene Verträge.

Rücktrittsrecht und -fristen


Bei vielen telefonisch abgeschlossenen Verträgen haben Sie ein befristetes, kostenloses Rücktrittsrecht von sieben Werktagen. Der Samstag zählt hierbei nicht als Werktag. Es genügt, wenn Sie die Rücktrittserklärung innerhalb dieser Frist absenden. Bei Warenbestellungen beginnt die Frist mit der Zustellung, bei Dienstleistungen mit dem Vertragsabschluss.

Bei unzulässigen Werbeanrufen beginnt die Rücktrittsfrist bei Dienstleistungen, beispielsweise bei Verträgen über alternative Telefonverträge, mit der Erbringung der Dienstleitung oder, wenn sie erst später in Rechnung gestellt wird, mit der ersten Rechnungslegung.

Erhalten Sie von dem Anbieter auf dem Postweg oder per E-Mail keine Vertragsbestätigung, in der Sie über den Vertragsinhalt und ihr Rücktrittsrecht informiert werden, beträgt die Rücktrittsfrist drei Monate.

Der Vertragsrücktritt muss schriftlich ausgeübt werden. Damit Sie einen Beweis haben, empfiehlt sich ein Einschreiben mit Rückschein, den Sie sollten.

Wett- und Lotteriedienste

Wird unerlaubt für Wett- und Lotteriedienste über das Telefon geworben, sind darüber abgeschlossene Verträge nichtig. Diese Bestimmung gilt für Verträge, die nach dem 30. April 2011 abgeschlossen wurden.

Beenden Sie das Gespräch am besten sofort.

Von vielen Telefonverträgen können Sie innerhalb bestimmter Fristen kostenlos zurücktreten.

Beachten Sie die unterschiedlichen Rücktrittsfristen bei unzulässigen Werbeanrufen.

Wird unerlaubt für Wett- und Lotteriedienste über das Telefon geworben, sind die abgeschlossenen Verträge nichtig.
 

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