Lass uns mal wieder streiten, Schatz!

Glückliche Liebe braucht Streit! Warum "sanfte Ich-Botschaften" nicht der richtige Weg sind und man es viel öfter mal krachen lassen sollte. Plus: 8 alltägliche Beziehungssituationen, in denen man das Streiten richtig gut - und vor allem miteinander - lernen kann.

EINS wird nur, wer auch mal uneins ist - behaupten Paartherapeuten. Denn nur Spannungen halten eine Beziehung spannend. Sind Streit und Konflikte also so etwas wie ein total verkanntes Liebeskonzept? Aber ja! Man muss nur dafür sorgen, dass sich die Gewitterwolken über der Partnerschaft positiv entladen.

Eigentlich will ihn ja keine(r) haben. Dennoch brauchen wir ihn, um gesund zu bleiben: Stress. Denn er wirkt wie ein kleiner Adrenalinschub, der die Aufmerksamkeit erhöht und die Abwehrkräfte in Schwung bringt. "Und was Körper und Geist guttut, ist auch für Beziehungen nicht schlecht", ist Kurt Hahlweg, Experte für Paar-Kommunikation, überzeugt.

"Wird eine Partnerschaft ab und zu unter Spannung gesetzt, stärkt das quasi ihr Immunsystem. Die Bindung nach innen und außen wird fester", sagt Hahlweg. Zudem können dann notwendige Kurskorrekturen auf den Weg gebracht werden. "Die meisten Menschen suchen nämlich erst dann nach Lösungen, wenn sie unter Druck geraten."

Blöd nur, dass die Angst, Spannungen könnten auf die Liebe verspannend wirken, weit verbreitet ist. Weshalb in Partnerschaften leider viel zu selten gestritten werde, wie Psychologe Philipp Yorck Herzberg bedauert. "Stattdessen wird der Tiger im Käfig gelassen." Schützenhilfe bekommt die Taktik der Konfliktvermeidung durch zahlreiche Ratgebertipps für "sanftes Diskutieren": Immer schön sachlich soll man bleiben, ohne direkte Kritik seinen Standpunkt vertreten und nur in Ich-Botschaften sprechen, damit der andere sich nicht gemaßregelt fühlt.

Doch Herzberg und seine Kollegen der Neuen Schule halten davon nicht viel: "Streits sind ein normaler, wichtiger Teil des Alltags. Schließlich kann man nicht stets einer Meinung sein. Und das aufs Tapet zu bringen, läuft eben nicht immer ruhig ab."

Streiten ist ein wichtiger Teil des Alltags

Laut werden geht gar nicht, oder? Nun, schädlich für eine Beziehung, das zeigen Studien, ist mehr eine respektlose Haltung im Streit als die Lautstärke. Eine Grundregel der Psychologie besagt nämlich: Kommunikation muss stimmig sein. Wer sich ärgert, sollte das auch zeigen. Sonst versteht das Gegenüber nicht, wie schlimm oder bedeutend eine bestimmte Sache für einen selbst ist. Zudem sind Brüllen und Heulen auch Formen der Entladung, die es hernach leichter machen, Konflikte zu klären. Und auch die einst in Verruf geratenen Du-Botschaften wurden inzwischen rehabilitiert: "Sie sind authentischer und prägen sich besser ein als Ich-Messages", sagt Herzberg. Klarheit vor Schönheit also - lieber deutlich sagen, was Sache ist, als sanfte Sätze formulieren, in denen die eigentliche Aussage verloren geht.

"Wichtig ist, richtig mit Konflikten umzugehen", betont Herzberg. Entscheidend sei nicht, wie man im Affekt streite, sondern wie gut man hinterher analysiere, was wen warum geärgert hat und worum es wirklich ging. Denn darum geht es ja: Konflikte und Streits sollen sich in und zum Wohlgefallen auflösen (lassen), Spannungen positiv entladen, die Beziehung profitieren. Und das kann man lernen.

8 Situationen, in denen man das Streiten in Beziehungen lernen kann

Die Gewitterwolke: DISKUSSIONSSPANNUNG

Die meisten Paare glauben, dass Kommunikation DER Weg zur Problemlösung sei. Also quatschen sie stundenlang darüber, warum er NIE das dreckige Geschirr abräumt oder sie IMMER ihre Schuhe in der Wohnung verteilt. "Und am Ende steht das eigentliche Problem oft immer noch wortwörtlich im Raum, zusammen mit der dicken Luft", weiß Beziehungsexpertin Whitney Casey. "Man kann eben nicht alles ausreden."

POSITIVE ENTLADUNG: Manchmal ist es einfach besser, mal nichts zu sagen. Sicher, Geschirr und Schuhe verschwinden nicht von selbst. Aber ein Handgriff ist oft eine schnellere Lösung und vergiftet die Atmosphäre weniger. "Man sollte einfach abwägen, ob sich eine Diskussion wirklich lohnt oder man sich den Atem nicht für wichtige Dinge aufspart", meint Casey. Zumal: Wer einmal anfängt, schon Kleinigkeiten aufs Tapet zu bringen, der wird sich wundern, was der Partner dann so alles auspackt ... Der Beginn einer never-ending Story der Vorwürfe.

Die Gewitterwolke: FINANZIELLE SPANNUNG

Psychologen sagen, dass es Paaren noch schwerer fällt, über Gelddinge zu reden als über Sex. Und wenn sie es dann doch mal tun, kommt es meist zum Streit. Denn einer von beiden ist immer sparsamer, ängstlicher und weniger hedonistisch als der andere.

POSITIVE ENTLADUNG: Eine gute finanzielle Basis ist auch eine gute Basis für eine Beziehung. Denn es verbindet, sich über Ausgaben zu einigen: "Geld ist, anders als andere Werte, etwas Messbares. Man sieht, was man mit seinem Einsatz wohin bewegen kann", sagt Stefan Frädrich, Bestsellerautor und Experte für Selbstmotivation. Damit das auch klappt, ist eines entscheidend: "Dass man offen über Geld redet, dem Gegenüber erklärt, welche Wünsche und Ängste man damit verbindet und sich dann gemeinsam finanzielle Ziele setzt - kurzfristige wie langfristige. Am besten hält man diese auch schriftlich fest." Damit kommt man dem Sicherheitsbedürfnis von Mrs "Brauchen wir das wirklich?" entgegen, gibt aber auch Mr "Was kostet die Welt" das Gefühl, sich im Hier und Jetzt mal verwöhnen zu dürfen. Win-win für beide.

Die Gewitterwolke: WERTESPANNUNG

Sie will Kinder, er nicht. Er möchte im Ausland leben, sie in Österreich. Ihm ist absolute Treue wichtig, sie könnte sich auch eine offene Beziehung vorstellen ... Eine Beziehung, in der die Partner gänzlich unterschiedliche Vorstellungen in puncto Lebensziele oder Werte haben, kann auf Dauer nicht funktionieren. Denn zur Überbrückung dieser Differenzen sind keine Kompromisse nötig, sondern Selbstverleugnung. Und so wird, was einmal Liebe war, langfristig leider oft zur Feindschaft.

Immer und überall einer Meinung zu sein, ist jedoch auch noch kein Garant für Liebesglück. Denn Leidenschaft etwa hängt nicht von inneren Werten und Zielen ab. Mitunter leidet sie sogar unter der ständigen "Einigkeit". Davon ist zumindest Motivationsexperte Stefan Frädrich überzeugt: "Es sind die kleinen Gegensätze, die für Prickeln, Staunen und Neugier sorgen und so zum Motor unserer Leidenschaft werden. Sonst heißen die Stationen der Partnerschaft Liebe-Freundschaft-Schnarch-Aus."

POSITIVE ENTLADUNG: Gerade Unterschiede halten die Beziehung lebendig. Haben Sie also keine Angst davor, in weniger bedeutenden Dingen anderer Meinung zu sein als Ihr Partner. Diskussionen darüber dienen dazu, den anderen besser kennen zu lernen. Und nur, weil man verschiedene Ideen und Vorstellungen hat, ist doch gemeinsames Wachstum nicht ausgeschlossen! Voraussetzung dafür ist freilich, dass Argumente auf den Tisch kommen und man dem Partner erklärt, wie man sich fühlt und warum. Nur so kann er Ihre Position auch verstehen. Sonst wird ein Diskussionspunkt zum Dauerstreitthema anstatt zur spannenden Würze.

Die Gewitterwolke: SOZIALE SPANNUNG

Extrovertiert liebt introvertiert? Die Chance (oder das Risiko?) steht nicht schlecht, dass sich zwei gegensätzliche Pole angezogen haben. Heißt zum Beispiel: Sie ist ein Schmetterling, unterwegs auf jeder Party. Er ist ein Dachs, der sich lieber in seinem Bau verkriecht. Oder vice versa. Kann spannend sein. Aber auch sehr problematisch. Denn für fast jede Unternehmung ist im Vorfeld das Schließen eines "Sofa versus Societyevent"-Kompromisses nötig. "Und mitunter ist schon die Diskussion so anstrengend, dass das Paar gleich getrennte Wege geht", weiß Familien- und Paartherapeutin Carin Goldstein.

POSITIVE ENTLADUNG: Paare, die es schaffen, ihre Wesens-Unterschiede nicht als etwas Trennendes, sondern als etwas Bereicherndes wahrzunehmen, profitieren von der Spannung, die daraus entsteht. Sie lernen voneinander. Der Introvertierte kommt mal raus aus seinem (Schnecken-)Haus, der Extrovertierte hingegen endlich runter. "Wichtig ist es, eine Balance zu finden zwischen den Bedürfnissen. Mal bleibt man eben zu Hause und kocht gemeinsam, mal geht man auf eine Party", sagt Goldstein.

Vorher sollte man aber verabreden, was man tun kann, um die Abendgestaltung jenem Partner, der gerade einen Kompromiss eingeht, auch angenehm zu gestalten. "Das bedeutet nicht, dass sich der Extrovertierte nicht voll in eine Party reinschmeißen darf und ständig an der Seite des Introvertierten kleben muss. Aber man kann ihn ja dort mit Menschen bekannt machen. Dieses Connecten fällt ihm von selbst nämlich eher schwer." Andersherum kann der Introvertierte viel dafür tun, dass sich sein "Hans Dampf" auch allein mit ihm zu Hause in der "Höhle" wohlfühlt. Wie wäre es zum Beispiel damit, mal ein exotisches Menü auszuprobieren?

Und wenn das alles gar nicht klappt, sich die Partner zu sehr verbiegen müssten, um dem anderen in seine Welt zu folgen? Experte Stefan Frädrich hält auch das für eine Chance - wenn man sie richtig nutzt. "Jeder muss trotz Beziehung ein Individuum bleiben (können)", sagt er. Optimalerweise eben ein Individuum, das den Partner ergänzt und bereichert und sich nicht einfach anpasst. All das sorgt nämlich für genau die Attraktivität, die wiederum Leidenschaft hervorbringt. "Bewegen Sie sich selbstständig, ohne zu einer Klette oder zum Schatten Ihres Partners zu mutieren. Und: Nutzen Sie Ihre einander ergänzenden Fähigkeiten! So hat jeder Platz für sich selbst, gewinnt bereichernde Eindrücke außerhalb der Beziehung, und man ist dennoch verbunden. In diesem Sinne: Man muss nicht alles gemeinsam unternehmen. Danach können Sie ja von Ihren Erfahrungen berichten."

Die Gewitterwolke: FAMILY-&-FRIENDS-SPANNUNG

Wenn Sie nicht gerade in einer Hütte in der sibirischen Tundra leben, dann sind Sie als Paar eigentlich so gut wie nie allein. Mal kommt die liebe Schwiegermutter vorbei, dann wieder Freunde, Sportkameraden, Kollegen, Nachbarn. Viele Menschen also, über die man sich aufregen und streiten kann ...

POSITIVE ENTLADUNG: Wer gemeinsame Freundschaften pflegt und zusammen Familientreffen besucht, der rückt näher zusammen. "Sie können und müssen aber natürlich nicht jeden aus dem Umfeld Ihres Partners mögen", sagt Familientherapeutin Carin Goldstein. "Doch Sie müssen seine Kontakte akzeptieren." Denn niemand dürfe von seiner besseren Hälfte verlangen, sich für ihn und damit gegen für ihn wichtige Menschen zu entscheiden, nur weil sie ihm nicht passen. "Das ist ein Gefühlskonflikt, der der Beziehung schadet."

Wohl aber kann man darauf bestehen, dass der Partner zu einem hält. "Wenn der Schwager etwa anzüglich wird, muss er ihn in seine Schranken weisen. Wer nach außen gegen Störenfriede zusammenhält, der verbindet sich nach innen fester. Und wenn sich nichts bessert, können Sie sich selbstverständlich den Treffen mit dem Schwager entziehen", sagt die Expertin. Denn der Ärger über Verwandte und Konsorten würde die Beziehung indirekt belasten.

Die Gewitterwolke: SEXUELLE SPANNUNG

Dass zwei im Bett zur gleichen Zeit genau dasselbe wollen und brauchen, kommt äußerst selten vor. "Meist einigt sich ein Paar deshalb nach ein paar Monaten Beziehung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Und irgendwie haben dann irgendwann beide das Gefühl, nicht ganz auf ihre Kosten zu kommen", weiß Sexualpädagogin Marlise Santiago. Statt zum Liebesakt kommt es dann zur Erotikflaute oder aber zu "Mein Sex - dein Sex"-Diskussionen, aus denen jeder Part mit dem Gefühl herausgeht, seine Bedürfnisse seien "nicht drin".

POSITIVE ENTLADUNG: Wir alle konzentrieren uns im L(i)eben - meist aus Unsicherheit - darauf, was wir "mitbringen". Gemacht wird, was man früher schon gemacht hat. "Doch das ist sozusagen Secondhand-Sex", meint Marlise Santiago. Natürlich ist es gut zu wissen, was einen befriedigt -und dass man das auch mit dem Partner teilt. Aber kennen wir tatsächlich schon alle unsere Vorlieben? Gäbe es mit diesem Partner nicht vielleicht was zu entdecken, wovon wir noch gar nichts ahnen?

Santiagos Rat: Den "Dein Sex -mein Sex" einmal ausklammern und gemeinsam "Unseren Sex" erobern."Das gemeinsame sexuelle Potenzial zu entdecken, verbindet. Außerdem fällt das oft belastende Messen und Vergleichen mit Ex-Partnern weg." Weiterer Vorteil: Keine/r von beiden hat das Gefühl, Kompromisse machen zu müssen. Stattdessen stößt man vor in Sphären, in denen man nie zuvor gewesen ist. "Keine Angst: Wenn Ihnen (oder ihm) einseitig wirklich etwas nicht taugt, dann ist es doch besser, davon zu wissen und sich eine Alternative überlegen zu können, als dass sexuelle Frustration irgendwann die Liebe belastet."

Die Gewitterwolke: WETTSTREIT-SPANNUNG

Er verdient mehr, sie wäscht öfter ab und wer recht hat, muss ja bitte auch geklärt werden. Ja, selbst in den besten Beziehungen wird aufgerechnet und konkurriert. "Dabei hat man als Paar genau dann verloren, wenn einer gewinnt", ist Paartherapeutin Carin Goldstein überzeugt. "Denn Rivalität hat in der Liebe nichts zu suchen. Wenn sie funktionieren soll, müssen beide Partner gleichgestellt sein, muss dem, was sie jeweils in die Partnerschaft einbringen, derselbe Wert beigemessen werden, auch wenn es unterschiedliche Dinge sind, die unterschiedliche Anforderungen stellen." Wenn er beispielsweise den Einkauf erledigt, bekommt er dafür genauso viele "Punkte" gutgeschrieben wie sie, die daraus dann ein Abendessen zaubert. "Jedes Paar muss für sich definieren, wie es diese Kräfte- und Leistungsbalance hält. Und zwar nicht erst, wenn einer das Gefühl hat, mehr zu geben, als er bekommt oder mehr leisten zu müssen als der andere."

POSITIVE ENTLADUNG: Auch wenn Miteinander besser ist als Gegeneinander: Ab und zu tut es dem Ego schon auch gut, mal der oder die Überlegene zu sein. Aber dann bitte spielerisch. "Verlegen Sie Ihre kleinen Kämpfchen doch aufs Spielbrett, bei einer Partie Schach oder Monopoly", rät Goldstein. Dort wird der Wettstreit dann ganz offen und nach bekannten, fairen Regeln ausgetragen.

Die Gewitterwolke: ELTERN-SPANNUNG

Ausgehzeiten, die Höhe des Taschengeldes oder Zeugnisnoten: Es gibt viele Themen rund um den Nachwuchs, bei denen Eltern verschiedener Meinung sein können. Daher ist es wichtig, sich untereinander über die Regeln, Schwerpunkte und Inhalte der Erziehung auszutauschen. Denn gegenüber den Kindern gilt es, einheitlich zu entscheiden und keinen Raum dafür zu geben, sich gegeneinander ausspielen zu lassen.

Meist gelingt das auch recht gut. Und wenn nicht? Ist der Konflikt meist ein "Stellvertreterstreit"."Es geht dann in erster Linie gar nicht mehr um das Wohlergehen des Nachwuchses. Vielmehr handelt es sich um eine ,alte' Meinungsverschiedenheit zwischen den Partnern, und die Kindererziehung dient nur als Vorwand, um sie auszutragen", weiß Ute Eberl, Diplomtheologin und Erziehungsexpertin. "Wenn das so ist, muss dieser alte Konflikt in Angriff genommen werden -ohne die Kinder zum Thema zu machen!"

POSITIVE ENTLADUNG: Sich die Uneinigkeiten und den tatsächlich dahinterliegenden Grund einzugestehen, ist wichtig. Nicht nur, um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Sondern auch, um zu vermeiden, dass der Schauplatz "Erziehung" zur Arena für andere Konflikte wird, in der das "Kindeswohl" zum Totschlagargument mutiert.

Grundsätzlich sind Diskussionen über Erziehungsfragen ein Feld, in das Sie aber ganz beruhigt ziehen können. "Denn wenn Sie es geschafft haben, einen Konsens zu finden und ihn auch gemeinsam gegenüber Ihrem Nachwuchs zu vertreten, schweißt das als Paar ungemein zusammen. Sie sind dann nicht mehr nur Liebende, sondern auch Eltern, die an einem Strang ziehen", betont Eberl.

Ihr Tipp: Sich immer dann, wenn eine Situation mit den Kids besonders hart zu klären war (etwa die Durchsetzung von Zubettgehzeiten), hinterher zusammensetzen und auf den "Erfolg" anstoßen.

In diesem Sinne: "Lassen wir es mal wieder krachen, Schatz!"

 

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