Künstlerin zeigt, welchen absurden Idealen Frauen entsprechen müssen

"Schluss mit der absurden Erwartungshaltung", sagt eine Illustratorin. Und sie hat so recht!

Ist der Rock "zu kurz", ist man schnell mal eine "Schlampe" und zeigt man sich lieber bedeckt, ist man gleich prüde oder unangepasst.

Die Burkini-Debatte hat erst kürzlich wieder gezeigt, dass wir uns gerne an einer scheinheiligen Doppelmoral bedienen, wenn es um Frauenbilder geht.

Illustratorin und Autorin Daisy Bernard möchte genau das mit ihren Bildern zeigen. Nämlich, dass Frauen es eigentlich nie "richtig" machen können. Weil es immer irgendein Ideal gibt, dem sie nicht entsprechen oder eine Schublade, in die sie nicht hineinpassen.

Frauen werden dazu gezwungen ihre Burkinis auszuziehen und weniger am Strand zu tragen. Und gleichzeitig sollen Frauen sich aber nicht zu freizügig geben und bloß nicht zu viel Haut zeigen.
von Daisy Bernard in "The Tab"

Mit ihren Bildern zeigt sie anschaulich welchem Druck viele Frauen ausgesetzt sind. Ein Druck, dem oft schon junge Mädchen unterliegen und darunter leiden.

Wir erschaffen immer wieder neue widersprüchliche Anforderungen an Frauen. Wie wir aussehen sollen (zwar geschminkt, aber trotzdem natürlich), wie wir uns zu benehmen haben (benehmen wie eine Lady, denken wie ein Boss) oder wie wir in Beziehungen sein sollen (keine Schlampe, aber auch nicht prüde).
von Daisy Bernard in "The Tab"

Bernard hofft mit ihren Bildern Männer als auch Frauen dazu zu bringen zu verstehen, dass die widersprüchlichen Ansprüche lächerlich sind und, dass wir als Gesellschaft diese nicht einfach als gegeben hinnehmen dürfen.

 

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