Kreative Tätigkeiten verbessern psychisches Wohlbefinden

Schlechten Tag erwischt? Dann raus mit Häkel-Nadel und Malkasten

Kreative Betätigung wurde lange Zeit belächelt und als unproduktive Nebenbeschäftigung abgetan. Nun stellt sich aber heraus: Tätigkeiten wie Stricken, Malen oder Musizieren sind alles andere als unwirksam - wer sich kreativ auslebt, tut seiner Psyche nachhaltig etwas Gutes. Zu diesem Schluss kam eine Studie amerikanischer und neuseeländischer ForscherInnen, die im Journal of Positive Psychology veröffentlicht wurde.

Für die Untersuchung baten die WissenschaftlerInnen 658 ProbandInnen über die Dauer von zwei Wochen kreative Tätigkeiten zu notieren und ihr Wohlbefinden zu beschreiben.

Stricken mentale Gesundheit

Wer kreativ ist, ist glücklicher

Die Auswertung der Tagebücher ergab, dass jene Freiwilligen, die sich mehr kreativen Tätigkeiten widmeten, am Folgetag zufriedener, enthusiastischer und glücklicher waren. Jene ProbandInnen, die sich kreativ betätigten, zeigten auch eine höhere Wahrscheinlichkeit dieser Tätigkeit regelmäßig nachzugehen.

Eine umgekehrte Wirkung, also ob gesteigertes Wohlbefinden zu mehr kreativen Tätigkeiten führte, konnten die ForscherInnen hingegen nicht herausfinden. 

"Diese Ergebnisse stützen die These, dass tägliche Kreativität ein Mittel sein kann, für das Wohlergehen unserer Psyche zu sorgen", kommen die WissenschaftlerInnen zum Schluss. Sie schlagen vor die positiven Folgen von kreativen Prozessen in Zukunft als positiv-psychologische Handlung stärker in den Fokus zu rücken.

 

Also merke: Wenn du nächstes Mal den Pinsel schwingst, mag vielleicht kein Kunstwerk entstehen - aber deine Psyche wird es dir trotzdem danken.

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