Krautsache

Blaukraut, Weißkraut, Sauerkraut – egal welche Variante auf Ihren Teller kommt, dieses Wintergemüse wärmt und punktet mit wertvollen Inhaltsstoffen. In der Küche ist es mittlerweile nicht nur als Beilage bekannt, sondern spielt bei vielen Gerichten bereits die Hauptrolle.

Kraut wird der Familie der Kreuzblütengewächse zugeordnet und ist damit ein naher Verwandter des Kohls. Schon im antiken Griechenland und Rom war Kraut bekannt. Gerade Weißkraut galt früher als Heilmittel und wurde als Wickel bei diversen Krankheiten wie Gicht, Schwellungen oder Rheuma eingesetzt.

Gesundes Plus
Kraut ist ebenso wie Kohl für seinen hohen Vitamin C-Gehalt bekannt. Auch bei diesem Gemüse ist das Vitamin C in einer Vorstufe gespeichert und entsteht erst beim Kochen. Darüber hinaus liefert Kraut mehrere B-Vitamine, Vitamin E, Ballast- und Mineralstoffe.
Geht es ums Abnehmen, steht nicht nur die klassische Krautsuppe sowie Kraut- bzw. Sauerkrautsaft hoch im Kurs. Frisches Kraut aus heimischen Anbau ist von August bis März im Handel erhältlich.

Tipp: Wenn nur ein Teil des Krautkopfes zum Kochen verwendet wird, kann der Rest in Alufolie eingewickelt und so im Kühlschrank für mehrere Tage aufbewahrt werden. Winterkraut kann im Keller sogar über mehrere Monate gelagert werden.

Verdauungsarbeit
Wie Kohl bringt auch Kraut bei der Verdauung einen Nachteil mit sich: Blähungen. Zur Vorsorge kann dem Gemüse schon beim Kochen Anis, Kümmel, Fenchel- oder Dillsamen beigefügt werden. Gekochtes bzw. zumindest blanchiertes Kraut ist besser verdaulich als rohes Kraut, Weißkraut ist leichter zu verdauen als Blaukraut.

... Sauerkraut angeblich in China erfunden wurde? Es entsteht durch Milchsäuregärung.

... die Wildformen des Krauts vor allem an der Mittelmeer- und Atlantikküste wachsen?

... Sauerkraut im Englischen nicht übersetzt wurde, sondern ebenfalls als „Sauerkraut“ bezeichnet wird? Kraut heißt wird in Deutschland dagegen „Kohl“ genannt, Grünkohl wird als „Wirsing“ bezeichnet.

... den bioaktiven sekundären Pflanzenstoffen im Kraut nachgesagt wird, die Krebsentstehung zu hemmen. Da diese Stoffe allerdings hitzeempfindlich sind, lohnt sich auch der regelmäßige Genuss von rohem Kraut, etwa als Salat oder Sauerkraut.
 

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